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Joint Venture von Bosch und EnBW baut Batteriespeicher

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Heilbronn / Stuttgart - Im Jahr 2017 haben Bosch und der Energieversorger EnBW ein Joint Venture für Batteriespeicher gegründet. Jetzt wurde am Standort der EnBW Heilbronn ein erster neu entwickelter Stromspeicher aufgebaut.

Bosch und EnBW haben mit ihrem gemeinsamen Unternehmen Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH den wachsenden Markt für Stromspeicher im Visier. Jetzt geht nach einer Entwicklungs- und Bauphase der erste Speicher in den regulären Betrieb.

Stromspeicher erstmals in Kraftwerks-Leittechnik integriert

Die Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH hat einen neuen Stromspeicher für Primärregelenergie entwickelt und am Kraftwerksstandort der EnBW in Heilbronn aufgebaut. Regelenergie benötigt ein Netzbetreiber, um unvorhergesehene Leistungsschwankungen in seinem Stromnetz auszugleichen. Erstmals in Deutschland ist ein solcher Stromspeicher in die Leittechnik eines Großkraftwerks eingebunden, teilte EnBW mit. Der Stromspeicher in Heilbronn besteht aus 768 Lithium-Ionen-Batteriemodulen. Er verfügt über eine maximale Leistungsabgabe von rund fünf Megawatt mit einer installierten Speicherkapazität von fünf Megawattstunden. Diese neuentwickelte Speicher-Pilotanlage bildet die Grundlage für die weiteren Geschäftsfelder des Joint Ventures, teilte eine EnBW-Sprecherin auf IWR Online Anfrage mit.

Energiewende entwickelt in Baden-Württemberg eigene Dynamik

In das Batteriespeicher-Joint-Venture bringt die EnBW ihre Erfahrung im Bereich Energiewirtschaft ein und war für die Bauleistungen und den Netzanschluss am Standort zuständig. Das Know-how für stationäre Speicherlösungen liefert Bosch. Das Technologieunternehmen hat den Batteriespeicher entwickelt und errichtet. Die im Herbst 2017 gestarteten Bauarbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Heilbronn sind in der Zwischenzeit abgeschlossen, so dass jetzt der reguläre Betrieb des Speichers aufgenommen werden kann.

„In der Energiewende steckt enormes Forschungs- und Innovationspotential – ein Potential, das wir nutzen und fördern müssen“, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der offiziellen Inbetriebnahme des Batteriespeichers. „Der Batteriespeicher ist dafür ein gutes Beispiel. Er stellt eine neue Flexibilitätsoption dar, um die Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig ist er ausdrücklich für den Energiemarkt entwickelt worden, wo er sich bewähren muss.“ Daran sehe man, so Kretschmann, dass die Energiewende in Baden-Württemberg eine eigene ökologische, ökonomische und technologische Dynamik entfalte. „Sie führt zu neuen Produkten, Verfahren und Geschäftsmodellen. Und zu neuen Partnerschaften“, sagte Kretschmann.

© IWR, 2018


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16.04.2018