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Wieder Flaute bei Windenergie: Ergebnisse der gemeinsamen Wind- und Solarausschreibung

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Bonn – Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der gemeinsamen Ausschreibung für Solar- und Windenergieanlagen an Land bekannt gegeben. Es wurden nur Gebote für Solaranlagen eingereicht.

Die gemeinsamen Ausschreibungen für Solar- und Windenergieanlagen an Land entwickeln sich zunehmend zum Flop. Wie bei der letzten Ausschreibung wurden nur Solarprojekte und kein einziges Windenergie-Gebot eingereicht.

Hohes Interesse an Solarprojekten – Ausschreibung überzeichnet
Für die gemeinsame Ausschreibung für Solar- und Windenergieanlagen an Land zum Gebotstermin 1. April 2020 wurden 113 Gebote im Umfang von rd. 553 MW fristgerecht eingereicht. Die ausgeschriebene Menge von 200 MW war erneut deutlich überzeichnet. Die Gebote bezogen sich allerdings ausschließlich auf Solaranlagen, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. 12 Gebote (24,3 MW) wurden aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen.

Zuschläge: Bayern wieder bei Solaranlagen vorn auf Platz 1
Insgesamt hat die Bundesnetzagentur 30 Gebote mit einer Leistung von 203,7 MW bezuschlagt. Das Bundesland Bayern räumt wie in den vorangegangenen gemeinsamen Ausschreibungen ab und landet mit 75,5 MW Solarleistung auf Platz 1. Auf Bayern entfallen damit 37 Prozent des Ausschreibungsvolumens. Dahinter folgt das Saarland mit knapp 20 Prozent (40 MW), Brandenburg mit 17 Prozent (35,3 MW) sowie Sachsen-Anhalt mit 11,7 Prozent (23,9 MW).

Durchschnittspreis für bei 5,33 ct/kWh Solarstrom
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,97 ct/kWh und 5,61 ct/kWh (Vorrunde 4,88 bis 5,74 ct/kWh). Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert (vor Eingang der Zweitsicherheiten) beträgt in diesem Verfahren 5,33 ct/kWh. Damit liegt der Durchschnittswert etwas unterhalb des Vorrundenwertes von November 2019 (5,40ct/kWh), aber oberhalb des Durchschnittswertes für die letzte technologiespezifische Solarausschreibung im März 2020 (5,18 ct/kWh).

© IWR, 2020


20.05.2020

 



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