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Tennet entlastet: Netzengelte sinken um rund 17 Prozent

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Bayreuth - Die Netzentgelte werden im Tennet-Versorgungsgebiet im nächsten Jahr spürbar sinken. Ein Grund ist die Inbetriebnahme weiterer Stromleitungen.

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat heute (01.10.2020) die Höhe der vorläufigen Netzentgelte für das Jahr 2021 bekannt gegeben. Spätestens am 31. Dezember 2020 werden die endgültigen Netzentgelte für 2021 veröffentlicht.

Tennet senkt Netzentgelte um 17 Prozent für 2021
Im Versorgungsgebiet des Übertragungsnetzbetreibers Tennet sinkt die Höhe der zu zahlenden Netzentgelte im nächsten Jahr. Rechnerisch würden für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden die Netzentgelte für das Übertragungsnetz im Tennet-Gebiet damit um 13 Euro jährlich (von rund 75 auf rund 62 Euro) sinken, teilte Tennet mit.

Netzausbau senkt Kosten für netzstabilisierende Maßnahmen
Der Kostenanteil für netzstabilisierende Maßnahmen konnte in etwa im Bereich des Vorjahreswertes stabilisiert werden, so Tennet. Allerdings würden sich diese Kosten weiter auf hohem Niveau bewegen. Dazu zählen auch das Redispatch (Verlagerung von konventioneller Erzeugung) und Windkraftanlagen-Abregelungen, mit denen Transportengpässe im Übertragungsnetz behoben werden. Um diesen Kostenanteil auch zukünftig immer mehr zu begrenzen, setzt Tennet seine besonderen Anstrengungen beim Netzausbau fort und erhöht die Investitionen in diesem Bereich.

Erste Erfolge durch Netzausbau sichtbar
Erste Erfolge zeigen sich: „Mit den Inbetriebnahmen wichtiger Leitungen, wie Wilhelmshaven – Conneforde in Niedersachsen, der Mittelachse in Schleswig-Holstein und dem Seekabel NordLink zum Austausch norwegischer Wasserkraft mit deutscher Windenergie, erreicht Tennet noch in diesem Jahr gleich mehrere Meilensteine beim Netzausbau für die Energiewende“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens.

Tennet arbeitet mit Hochdruck daran, um den grünen Strom vom Norden in den Süden transportieren zu können. Dies gelte insbesondere für die zunehmende Menge an Offshore-Windstrom, der zu den großen Verbrauchszentren im Süden transportiert werden muss, so Tim Meyerjürgens. Hintergrund der Maßnahmen ist auch die aktuelle Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes und die Umsetzung des Netzentwicklungsplans 2030, bei dem laut Klimaschutzprogramm der Bundesregierung Deutschland bis 2030 einen Anteil von 65 Prozent an Strom aus erneuerbaren Energien beziehen will.

© IWR, 2020


01.10.2020

 



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