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Ørsted geht Offshore-Windmarkt Südkorea an

© Ørsted© Ørsted

Fredericia, Dänemark - Ørsted hat sich von einem ehemals kohleintensiven Stromversorger zum Weltmarktführer in Sachen Offshore-Windenergie gewandelt. Bislang hatte Ørsted neben den USA, UK, Deutschland, Dänemark und den Niederlanden in Asien den Markt in Taiwan im Blick. Das soll sich ändern.

Das dänische Energieunternehmen Ørsted hat mit Südkorea einen weiteren Offshore-Markt in Asien auf der Agenda. Mit der Realisierung der aktuellen Pipeline mit Offshore-Projekten im Nordwesten des Landes könnten ab 2026 in Südkorea Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von bei 1.600 Megawatt (MW) in Betrieb gehen.

Inbetriebnahme von 1.600 MW Offshore-Leistung ab 2026 geplant
Der dänische Entwickler und Betreiber von Offshore-Windparks Ørsted will in Südkorea vor Incheon City im Nordwesten des Landes Offshore-Windprojekte mit einer Leistung von bis zu 1.600 Megawatt (MW) (1,6 Gigawatt, GW) entwickeln. Das hat das Unternehmen auf einer Veranstaltung angekündigt, an der Mitglieder der Nationalversammlung, Südkoreas Energiebehörde und erfolgreiche wichtige Branchenunternehmen aus der südkoreanischen Offshore-Industrie teilgenommen haben.

Zu Beginn dieses Jahres (2020) erreichte Ørsted mit dem Einsatz von vier schwimmenden Lidar-Systemen zur Messdatenerfassung vor der Küste von Incheon einen wichtigen Meilenstein. Auch insgesamt sei man bei der Sammlung aller relevanten Daten zur Sicherung der potenziellen 1,6 GW Offshore-Windstandorte gut vorangekommen, so Ørsted. Schon früh begann Ørsted mit lokalen Gemeinden und der Fischereiindustrie zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass ihre Belange gehört werden und ihre Beiträge in die gesamte Projektentwicklung einfließen können. Die Standorte der Offshore-Windprojekte von Ørsted werden mehr als 70 km vor der Stadt Incheon entfernt liegen. Vorbehaltlich der Genehmigungen, eines Stromabnahmevertrags mit einem koreanischen Energieversorgungsunternehmen und der endgültigen Investitionsentscheidung könnten die Projekte ab 2026 in Betrieb genommen werden.

Mit den Offshore-Windparks können nach Angaben des Energieunternehmens rein rechnerisch 1,4 Millionen südkoreanische Haushalte mit Windstrom versorgt werden. Zudem könnte die CO2-Emissionen um fast 4 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert werden, was einen wichtigen Beitrag zum Grünen New Deal und zu dem kürzlich von Präsident Moon angekündigten Ziel leiste, die Netto-Emissionen bis 2050 auf Null zurückzufahren, so Ørsted. Darüber hinaus würden diese südkoreanischen Vorzeigeprojekte Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Won (1 Won = Euro) einbringen, wirtschaftliche Aktivitäten generieren und hochwertige Arbeitsplätze im Land schaffen.

Ørsted plant Aufbau einer funktionierenden Wertschöpfungskette in Südkorea
Etliche führende südkoreanische Unternehmen haben bereits mit Ørsted bei Offshore-Windprojekten in Europa und Asien zusammengearbeitet. Darunter befinden sich Unternehmen wie POSCO Steel, CS Wind, LS Cable, Hyosung, Samkang M&T, Hyundai ESI und EEW Korea. Kürzlich haben Samkang M&T und Hyundai ESI die Herstellung der ersten Jacket-Fundamente für Ørsted's Offshore-Windpark Greater Changhua 1 & 2a in Taiwan abgeschlossen und damit effektive grenzüberschreitende Partnerschaften demonstriert. Mit Blick auf die Unterstützung von Südkoreas Übergang zu grüner Energie hat Ørsted angekündigt, mit südkoreanischen Lieferanten zusammenzuarbeiten und zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen inländischen Lieferkette beizutragen.

Ørsted-Ziel: 15.000 MW Offshore-Kapazität im Jahr 2025
Ørsted hat weltweit bereits Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von rd. 6.820 Megawatt (MW) errichtet und ist damit weltweit führend (Stand Ende Sept. 2020). Innerhalb der nächsten fünf Jahre möchte Ørsted den Offshore-Ausbau weiter vorantreiben und die eigene Offshore-Wind-Kapazität mehr als verdoppeln. 2025 soll die weltweite Offshore-Kapazität von Ørsted in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Taiwan, Großbritannien und den Vereinigten Staaten bei etwa 15.000 MW liegen. In Deutschland hat Ørsted bereits vier Windparks gebaut. Mit Borkum Riffgrund 3 und Gode Wind 3 werden zwei weitere Offshore-Windparks voraussichtlich in den Jahren 2023 und 2024 ans Netz gehen.

Ørsted-Aktienkurs mit sattem Jahresplus
Nach einem Kursrückgang in der zweiten Hälfte des Monats Oktobers befindet sich die Aktie des RENIXX-Konzerns Ørsted im November in einem deutlichen Aufwärtstrend. Im heutigen Handel (27.11.2020, 11:51 Uhr, Börse Stuttgart) gewinnt die Aktie bislang 1,46 Prozent auf 149,60 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs damit um etwa 60 Prozent zugelegt.


© IWR, 2020


27.11.2020

 



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