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Onshore-Windenergieanlage von GE für 40 Jahre zertifiziert

© TÜV Nord© TÜV Nord

Hamburg - Die Entwurfslebensdauer von Windenergieanlagen (WEA) liegt bei mindestens 20 Jahren, längere Zeiträume sind möglich. TÜV Nord hat die Designprüfung einer WEA jetzt für eine Lebensdauer von 40 Jahren zertifiziert und damit einen Meilenstein erreicht.

Die Lebensdauerprüfung von Windenergieanlagen für einen Zeitraum von 40 Jahren basiert auf einer komplexen Untersuchungsmethodik, bei der die Anlagenkomponenten erhöhten Lasten ausgesetzt werden. Zudem müssen Sicherheitssystem, Handbücher, das elektrische System und der Fertigungsprozess in die Betrachtung mit einbezogen werden.

GE Renewable Energy beantragt erstmals Designprüfung für 40 Jahre
Der Windenergiehersteller GE Renewable Energy und TÜV Nord haben eine wichtige Marke bei der Prüfung und Zertifizierung von Windenergieanlagen erreicht. Der TÜV Nord hat nach Prüfung einer GE Renewable Energy WEA vom Typ GE 2.7-116 das erste Design Evaluation Conformity Statement für einen Zeitraum von 40 Jahren ausgestellt. Grundlage für das Zertifikat ist die IEC 61400- 22 ausgestellt. Es ist das erste Mal, dass GE Renewable Energy eine solche Zertifizierung beantragt bzw. erhalten hat. Die Onshore-Windturbine GE 2.7-116 von GE Wind Energy hat einen Durchmesser von 116 Metern, eine Nabenhöhe von 90 Metern und eine Leistung von 2,7 Megawatt (MW). Sie ist in erster Linie für Regionen mit starkem Wind konzipiert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit TÜV Nord einen Partner für diesen Meilenstein bei der Zertifizierung gefunden haben. Wir glauben, dass dies für unsere Kunden von großer Bedeutung ist, da sie so sowohl ihre Stromgestehungskosten als auch die bestehenden Risiken ihrer Windparks senken können. Beides wichtige Faktoren in einer wachsenden und sich immer weiter entwickelnden Branche“, so Sheri Hickok, General Manager Global Product Development bei GE Onshore Wind.

Zusätzliche Lasten simulieren Beanspruchungen bei längerer WEA-Lebensdauer
Für das Design Evaluation Conformity Statement führte TÜV Nord eine gründliche Bewertung des Designs der Windenergieanlage durch. Dazu gehörten u.a. die Berechnung der Turbinenlasten und die Verifizierung der Komponentenauslegung (Rotorblatt, maschinenbauliche Komponenten und Strukturen, Turm und Einbauten). Für die erhöhte Lebensdauer wurden die Komponenten entsprechend der erweiterten Einsatzzeit mit zusätzlichen Lasten beansprucht, zudem wurden Alterung und Verschleiß sowie daraus hervorgehende potentielle Fehler berücksichtigt. Zudem wurden das Sicherheitssystem und die Handbücher, das elektrische System und die Herstellungsprozesse evaluiert. Um die Anlagenintegrität über die gesamte Lebenszeit zu gewährleisten, entwickelte GE ein Inspektions- und Austauschkonzept, das die sicherheitsrelevanten Komponenten umfasst. Dies erforderte eine besonders interdisziplinäre Prüfung durch TÜV Nord.

„Normalerweise zertifizieren wir Windenergieanlagen für einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Designprüfung für einen so langen Zeitraum war auch für uns ein echter Meilenstein“, so Mike Wöbbeking, Leiter des Segments Renewables bei TÜV Nord und Geschäftsführer von TÜV Nord EnSys.


© IWR, 2019


23.05.2019

 



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