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Dritte PV-Ausschreibung 2019 deutlich überzeichnet

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Bonn - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Zuschläge für die Ausschreibung für Solaranlagen zum Gebotstermin 1. Juni 2019 erteilt. Wie bei der vorangegangene Ausschreibung war das Volumen der eingereichten Projekte wieder deutlich höher als das ausgeschriebene Volumen.

Bei der aktuellen Solarausschreibung der BNetzA haben vor allem Projekte in Ost- und Süddeutschland einen Zuschlag erhalten. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert ist in dieser Ausschreibungsrunde nach dem Anstieg der vorangegangenen Solar-Ausschreibung wieder gesunken.

Zuschläge konzentrieren sich auf Ost- und Süddeutschland
Bei der Solarausschreibung der BNetzA zum Gebotstermin 01. Juni 2019 wurden 105 Gebote mit einem Leistungsumfang von 556,07 Megawatt (MW) abgegeben. Damit war die ausgeschriebene Menge von 150 MW wieder deutlich überzeichnet.

Insgesamt bezuschlagte die Bundesnetzagentur 14 Gebote für eine zu errichtende Solarleistung von 204,7 MW. Diese deutlich über dem ausgeschriebenen Volumen liegende Zuschlagsmenge resultiert nach BNetzA-Angaben aus einem sehr großen Gebot für eine Anlage, das die Zuschlagsgrenze bildete. Regional verteilen sich die Zuschläge auf die ost- und süddeutschen Bundesländer, wobei kein Bundesland mehr als drei Zuschläge erhielt. Mit einer Leistung von 135 MW geht ein Großteil von etwa zwei Dritteln des bezugschlagten Volumens nach Mecklenburg Vorpommern.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte lagen zwischen 4,97 ct/kWh und 5,58 ct/kWh (Vorrunde 3,90 bis 8,40 ct/kWh). Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert (vor Eingang der Zweitsicherheiten) betrug in diesem Verfahren 5,47 ct/kWh und ist im Vergleich zur Vorrunde wieder deutlich gesunken (Vorrunde 6,59 ct/kWh). In dieser Ausschreibungsrunde mussten 13 Gebote mit 46 MW Gebotsmenge aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen werden.

Die Veröffentlichung der jeweiligen aktualisierten Gebotsrundenstatistiken erfolgt in Kürze. Der nächste technologiespezifische Ausschreibungstermin für Solarenergie ist der 1. Oktober 2019.

PV-Ausbau in Deutschland legt 2019 zu
Der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland hat in diesem Jahr wieder deutlich angezogen. Seit Anfang Januar 2019 wurden auf der Basis einer IWR-Auswertung der Daten des Marktstammdatenregisters (MaStR) der Bundesnetzagentur bis jetzt PV-Anlagen mit einer Brutto-Leistung von 2.350 MW neu in Betrieb genommen (Stand: 19.06.2019). Am stärksten ist der Zubau in Bayern mit einer neu in Betrieb genommenen Leistung von über 440 MW. Darauf folgt NRW mit einer Leistung von 321 MW, vor Baden-Württemberg (284 MW) und Sachsen-Anhalt (238 MW). Auf Rang fünf liegt Niedersachsen (208 MW).

Das Marktstammdatenregister ist das Register für den deutschen Strom- und Gasmarkt und wird von der BNetzA geführt. Im MaStR sind vor allem die Stammdaten zu Strom- und Gaserzeugungsanlagen zu registrieren. Die o.g. Daten basieren auf dem Stand des MaStR zum 19.06.2019. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme: Statistische Änderungen sind wegen Nachmeldungen von einzelnen Anlagen oder Korrekturen zum Anlagenregister durch die BNetzA jederzeit möglich. Die Unschärfen führen allerdings nicht zu Änderungen an den Trendaussagen.

© IWR, 2019


19.06.2019

 



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