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Encavis schließt 10-Jahres-Stromvertrag für spanisches PV-Großkraftwerk ab

© Encavis AG© Encavis AG

Hamburg - Die im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Encavis AG hat einen langfristigen Stromabnahmevertrag für den bislang größten Solarpark in der Unternehmenshistorie unterzeichnet. Vertragspartner ist ein international führendes Energieunternehmen.

Im Oktober 2018 hat der Regenerativstromerzeuger Encavis aus Hamburg den Mega-Solarpark Talayuela in Spanien gekauft. Mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt peak (MWp) zählt das Solarkraftwerk zu den größten europäischen Solarparks. Jetzt meldet Encavis die Unterzeichnung eines langfristigen Stromabnahmevertrag ("Power Purchase Agreement/PPA") mit einem international führenden Energieunternehmen über 10 Jahre.

Encavis überträgt Modell aus der Windbranche auf die Solarbranche
Encavis realisiert mit dem langfristigen Stromabnahmevertrag in Spanien ein Solarprojekt, das ganz ohne staatliche Einspeisevergütung betrieben wird. Encavis überträgt mit dem PPA die in der Windbranche bereits erfolgreiche Praxis der direkten Stromabnahmeverträge mit Industriekunden auf den wachstumsstarken Solarmarkt. Die über die Vertragslaufzeit vereinbarte Strommenge beträgt insgesamt 4.300 Gigawattstunden (GWh) (4,3 Mrd. Kilowattstunden). Der Abnehmer ist ein namentlich nicht genanntes, international führendes Energieunternehmen, das mit einem Investment Grade Credit Rating ausgezeichnet ist und in mehr als 40 Ländern operativ tätig ist. Auch zu den wirtschaftlichen Konditionen des für 10 Jahre fixierten Abnahmepreises wurde Stillschweigen zwischen den Vertragsparteien vereinbart.

"Der erste unterzeichnete langfristige Stromabnahmevertrag (PPA) für einen Solarpark ohne jegliche Unterstützung durch Einspeisevergütungen ist ein Meilenstein für Encavis mit klarer Signalwirkung für weitere Verträge dieser Art und unterstützt unsere konsequente Wachstumsstrategie in diesem Marktsegment", begrüßte Dr. Dierk Paskert, CEO der Encavis AG, die Vertragsunterzeichnung. Der Abschluss des PPA und die Inbetriebnahme des Parks befördere Encavis in eine neue Größenordnung, so wie es den Markt für vergleichbare Verträge in vielen Ländern stimulieren werde, so Paskert weiter.

Encavis erwartet jährliche Umsatzerlöse von 25 Mio. Euro
Encavis hat den mit einer Leistung von 300 MW zu den größten Solarparks Europas gehörenden Solarpark in der Nähe der spanischen Stadt Talayuela im Oktober 2018 gekauft. Der Kauf des Solarparks erfolgte in einer im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen Encavis und dem britischen Projektentwickler und Betreiber Solarcentury, die eine Gesamtkapazität von 1.100 MW abdeckt. Das Investitionsvolumen einschließlich der projektbezogenen Fremdfinanzierung beträgt rd. 225 Millionen Euro (Mio. Euro). Solarcentury selbst wird sich mit 20 Prozent an der Investition beteiligen. Encavis geht davon aus, dass der PV-Park ab dem ersten vollen Betriebsjahr Umsatzerlöse jährlich rd. 25 Mio. Euro erwirtschaften wird. Der Netzanschluss der Anlage ist gegen Ende des dritten Quartals 2020 geplant.

Encavis-Aktie reagiert kaum
Der Kurs der Encavis-Aktie hat bislang kaum auf die Unterzeichnung des Stromnliefervertrages reagiert. Gestern (17.09.2019) ist die Aktie mit einem Plus von 0,6 Prozent auf einen Schlusskurs von 8,01 Euro aus dem Handel gegangen. Am heutigen Vormittag gewinnt der Aktienkurs 0,4 Prozent auf 8,04 Euro (18.09.2019: 11:01 Uhr). Auf Jahressicht ist der Kurs der Encavis-Aktie bis jetzt um 46 Prozent geklettert.

© IWR, 2019


18.09.2019

 



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