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Weltwirtschaftsforum in Davos im Zeichen des Klimawandels – warum Klimakonferenzen häufig scheitern

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Davos – Auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum steht das Thema Klimaschutz im Mittelpunkt. Dabei prallen wie so häufig unterschiedliche Welten aufeinander. Doch die klare Ansage des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock könnte für einen entscheidenden Richtungsimpuls zur Wende in der festgefahrenen Lage sorgen.

Dass das Thema Klimaschutz überhaupt auf dem Weltwirtschaftsforum 2020 so präsent ist, ist ein Erfolg der Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Doch der Klimaschutz und auch die Dringlichkeit des Handels standen in den letzten Jahrzehnten schon häufiger im politischen Fokus, bisher ohne nachhaltigen Erfolg. Ob das aktuelle Momentum für einen Wandel in Wirtschaft und Politik dieses Mal ausreicht bleibt zwar weiter offen, die Chancen dafür haben sich aber deutlich verbessert.

Klimawandel und der Handlungsbedarf - Fossile Geschäftsmodelle wanken
Fossile Geschäftsmodelle und Industrien haben mehr als ein Jahrhundert lang überall in der Welt die Gesellschaften und Institutionen geprägt. Die Folgen der intensiven Nutzung von Kohle, Öl und Gas für das globale Klima wurden ignoriert, verdrängt oder klein geredet. Doch die sichtbaren Zeichen des Klimawandels mehren sich, die potentiellen Auswirkungen und Risiken des Klimawandels zeichnen sich immer deutlicher ab. Damit steigen auch die Nervosität und das Risiko derjenigen, die mit ihrem Vermögen an den Unternehmen beteiligt sind. „Die Ansage von Blackrock-Chef Lary Fink an die Konzernchefs zum Umbau ihrer Unternehmen resultiert schlicht aus der Sorge heraus, dass das eingesetzte Beteiligungskapital wie Schnee in der Sonne schmelzen könnte, wenn diese an den alten, fossilen Geschäftsmodellen weiter festhalten“, so Dr. Norbert Allnoch, Chef des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Woran frühere Klimaschutzkonferenzen gescheitert sind
Rund 10 Jahre nach dem fulminanten Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen und vier Jahre nach der Klimakonferenz in Paris sorgt die Klimaschutzbewegung Fridays for Future mit Greta Thunberg für eine sichtbare Neubelebung und Dringlichkeit. Während es an den wissenschaftlichen Grundlagen und Fakten zum Klimawandel und auch an Visionen zum globalen Klimaschutz in der Vergangenheit nie gemangelt hat, hat die Weltgemeinschaft allerdings bisher noch keinen breit akzeptierten Handlungspfad zur Umsetzung gefunden.

„Das Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 war der Schlusspunkt des erfolglosen Kyoto-Protokolls aus dem Jahr 1997, dessen Ansatz auf Begrenzung und Sanktionen basierte. Mit dem Klimaabkommen von Paris 2015 ist zwar ein Wandel des Konzepts hin zu aktiven Klimaschutz-Beiträgen der Staaten erkennbar, doch die Umsetzung dauert viel zu lange und droht wieder an Details zu ersticken“, so Allnoch.

IWR: Globaler Klimaschutz ist mit Investitionen nach dem CERINA-Plan möglich
Bereits im Jahr 2009 hat das IWR mit dem CERINA-Plan (CO2-Emmissions and Renewable Investment Action Plan) einen wirtschaftsorientierten Ansatz entwickelt, der Investitionen und damit quantitativ messbare Beiträge der Länder in den Mittelpunkt rückt. Das IWR plädiert für die Grundidee, den CO2-Ausstoss eines Landes durch EE-Investitionen zu kompensieren. Allnoch: „Die Höhe der globalen EE-Investitionen kann rückwärts berechnet und fair auf die einzelnen Länder verteilt werden, um den CO2-Anstieg zu stoppen oder auch zurückzuführen. Gleichzeitig können landeseigene Minderungsprogramme und das Verursacherprinzip beachtet werden, denn ein hoher CO2-Ausstoss bedeutet hohe Investitionen, ein niedriger CO2-Ausstoss in einem Land geringe EE-Investitionen.

© IWR, 2020


24.01.2020

 



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