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EDF Renewables steigt in irischen Markt für Offshore-Windenergie ein

© EDF© EDF

Paris, Frankreich - Der Ausbau der Offshore-Windenergie befindet sich in Irland noch in einer frühen Marktphase. Das dürfte sich angesichts der Ziele der irischen Regierung in den nächsten Jahren ändern. Das sieht auch der französische Energiekonzern EDF so, der über ein Großprojekt in den irischen Markt einsteigt.

Bislang ist mit dem 25 Megawatt (MW) Projekt Arklow Bank Phase 1 erst ein Offshore-Windpark in Irland am Netz. Die irische Regierung hat im Sommer 2019 jedoch einen Klimaaktionsplan verabschiedet, bei dem der Ausbau der Offshore-Windenergie eine wichtige Rolle spielt. EDF Renewables, eine Tochtergesellschaft des staatlichen französischen Energiekonzerns EDF, möchte durch die Übernahme an dem Offshore-Großprojekt Codling an dem Offshore-Ausbau partizipieren. EDF-Ziel ist es, die Position des Unternehmens auf dem internationalen Offshore-Windenergiemarkt zu stärken.

EDF-Gruppe übernimmt 50 Prozent-Anteil an irischem Offshore-Windpark Codling
Die EDF-Gruppe hat von Hazel Shore eine 50 prozentige Beteiligung am Codling Offshore-Windparkprojekt in Irland erworben. Die international im Bereich Wind- und Solarenergie tätige EDF Tochtergesellschaft EDF Renewables wird bei der weiteren Entwicklung des Offshore-Windpark nun mit dem Unternehmen Fred Olsen Renewables Ltd. zusammenarbeiten, das ebenfalls einen 50 Prozent-Anteil für die Entwicklung und den Bau des Projekts besitzt.

Der Standort des Codling-Projektes befindet sich südlich von Dublin, rd. 13 km vor der Küste der Grafschaft Wicklow an der windklimatologisch begünstigten Ostküste Irlands. Die ersten Entwicklungsarbeiten für das Codling-Projekt begannen bereits 2003. Codling ist auf zwei Standorte verteilt, von denen einer, Codling 1, genehmigt ist. Die voraussichtliche Kapazität des Projekts liegt nach EDF-Angaben bei einer Größenordnung von voraussichtlich etwa 1.000 Megawatt. Vor diesem Hintergrund soll das Codling-Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele des irischen Klimaaktionsplans leisten, so EDF.

Irischer Klimaaktionsplan: 70 Prozent EE-Stromanteil bis 2030
Die Übernahme der Anteile an dem Projekt durch EDF erfolgt, nachdem die irische Regierung 2019 einen Klimaaktionsplan verabschiedet hat, der unter anderem den schrittweisen Ausstieg aus der Verstromung von Kohle und Torf bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien vorsieht. Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil der regenerativen Stromerzeugung auf 70 Prozent erhöht werden. Dazu soll die regenerative Nutzung des Meeres auf eine Kapazität von 3.500 MW mit einem Schwerpunkt auf der Offshore-Windenergie ausgebaut werden. Zudem sollen bis 2030 Solarstromanlagen mit einer Kapazität von 1.500 MW und Onshore-Windenergieanlagen mit 8.200 MW am Netz sein.

EDF Renewables strebt Stärkung des Offshore-Windenergiesektors an
Die EDF-Tochtergesellschaft EDF Renewables verfügt bereits über ein Portfolio von Offshore-Windprojekten mit einer Leistung von mehr als 6.000 MW, die in Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland, China und den USA in Betrieb, im Bau und in der Entwicklung sind. Derzeit befinden sich die Arbeiten an dem 450 MW Offshore-Windpark Neart Na Gaoithe in Schottland in vollem Gang. Mit der Beteiligung an dem Codling-Projekt möchte EDF die Position des Unternehmens als ein führender globaler Akteur in der Offshore-Windindustrie stärken. Dies stehe im Einklang mit der EDF-Strategie CAP 2030, die darauf abzielt, die Erzeugung erneuerbarer Energien bei EDF bis 2030 zu verdoppeln und auf 50.000 MW netto zu erhöhen, so Bruno Bensasson, Senior Executive Vice President Renewable Energies der EDF-Gruppe und Chief Executive Officer von EDF Renewables.


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14.02.2020

 



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