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Durchwachsener Börsenstart von Siemens Energy

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München - Die Siemens Energy AG ist heute (28.09.2020) an der Frankfurter Börse in den Handel gestartet. Das Debüt fällt verhalten aus.

Mit Spannung wurde der Börsenstart der Siemens Energy AG erwartet worden, die als Beteiligung den Siemens-Anteil am Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa hält. Nach dem die Erstnotiz noch bei deutlich über 20 Euro lag, rutscht der Kurs danach ins Minus, kann sich aber schnell wieder erholen.

Aktienkurs bröckelt nach Börsenstart - erholt sich aber wieder
Der Eröffnungskurs der Siemens Energy Aktie am heutigen Handelstag notierte bei 22,01 Euro. Nachdem der Kurs im frühen Handel dann bis auf 19,35 Euro gefallen ist, hat er sich danach wieder deutlich erholt und ist bis auf 22,78 Euro gestiegen. Aktuell notiert die Siemens Energy-Aktie bei 22,28 Euro (28.09.2020, 11:55 Uhr, Xetra). Auf Basis des Eröffnungskurses ergibt sich ein Börsenwert für Siemens Energy von rd. 16 Milliarden Euro (Mrd. Euro). Damit liegt der Wert zum Börsenstart unter dem Buchwert von 17 Mrd. Euro, den Siemens im März selbst angesetzt hat. Analysten haben den Buchwert im Vorfeld des Börsenstarts durchschnittlich auf 21 bis 22 Mrd. Euro geschätzt, da allein die Beteiligung am deutsch-spanischen Windenergie-Hersteller mit 10 Mrd. Euro angegeben wird.

Siemens Energy startet als globaler Player bei Energietechnologien
Der Börsennotierung war die Abspaltung des Geschäftsfeldes Gas and Power von der Siemens AG vorausgegangen. Mit 91.000 Mitarbeitern in mehr als 90 Ländern ist Siemens Energy ein weltweit führendes Energietechnologie-Unternehmen, das mit seinem 67-prozentigen Anteil an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewables Energy und inklusive des Servicegeschäfts entlang der nahezu gesamten Energiewertschöpfungskette aktiv ist. Geschätzt ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung basiert nach Angaben des Unternehmens bereits heute auf Technologien von Siemens Energy. Größter Aktionär ist die Siemens AG mit einem Anteil von 35,1 Prozent.

„Mit der Börsennotierung starten wir in ein neues, wichtiges Kapitel unserer Unternehmensgeschichte. Als eigenständiger Konzern haben wir nun die notwendige unternehmerische Flexibilität, um die weltweite Transformation der Energiemärkte nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich mitzugestalten“, so Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender von Siemens Energy anlässlich des Börsenstarts.

Pläne des Siemens Energy Vorstands bis 2023 – Service als Werttreiber
In der ersten Phase der Strategie bis zum Geschäftsjahr 2023 liegt der Fokus von Siemens Energy auf der Steigerung von Profitabilität und Cashflow im Segment Gas and Power. Für das Geschäftsjahr 2023 strebt der Vorstand eine angepasste EBITA-Marge vor Sondereffekten von 6,5 Prozent bis 8,5 Prozent an. Als wichtigste Hebel werden eine bessere Kostenstruktur, eine optimierte Logistik, ein zentraler Einkauf und die Reduzierung von „Non-Conformance“-Kosten evaluiert. Zusätzlich zu den bereits kommunizierten Einsparungen von 1 Mrd. Euro bis zum Geschäftsjahr 2023 werden weitere Bruttoeinsparungen in Höhe von über 300 Mio. Euro (gegenüber Geschäftsjahr 2018) geprüft, so Siemens. Kern der künftigen Wertschöpfung von Siemens Energy ist das Servicegeschäft. An bis zu 100 Prozent der verkauften Produkte, so z.B. bei hocheffizienten großen Gasturbinen, schließt sich laut Siemens ein Servicevertrag an. Das robuste Servicegeschäft erreichte im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse von 9,5 Mrd. Euro und wird zu einer strategischen Säule ausgebaut.

© IWR, 2020


28.09.2020

 



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