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Juwi baut weitere Solarpark-Hybridlösung in Australien

© Juwi© Juwi

Brisbane, Australien / Wörrstadt, Deutschland - Die Juwi Gruppe plant in Australien ihr mittlerweile fünftes Hybridprojekt. Die Anlage wird aus einem Solarkraftwerk, einem Batteriespeicher und einem Diesel-Generator bestehen. Der fossile Anteil an der Energieversorgung sinkt deutlich.

Hybrid-Stromversorgungslösungen bieten das Potenzial, den Einsatz fossiler Brennstoffe in netzfernen Umgebungen erheblich zu reduzieren. Gleichzeitig produzieren sie zu wettbewerbsfähigen Preisen zuverlässig Strom. Die australische Juwi Tochter hat den Auftrag für den Bau eines weiteren Hybridsystems in Australien erhalten.

Hybridlösung versorgt Kleinstadt Jaribu im australischen Northern Territory mit Strom
Juwi Renewable Energy Pty Ltd, die australische Tochtergesellschaft des deutschen Projektentwicklers Juwi mit Sitz in Brisbane, und das internationale Erneuerbare-Energieunternehmen EDL haben eine Vereinbarung zum Bau eines Solar-Hybrid-Kraftwerks abgeschlossen. Mit dem Strom der Anlage sollen Einwohner sowie Touristen und Besucher der Stadt Jabiru mit Strom versorgt werden. Die Anlage wird aus einer Solaranlage mit einer Kapazität von 3,9 Megawatt (MW), einem Batteriespeicher (3MW/5MWh) und einem Dieselgenerator mit einer Leistung von 4,5 MW bestehen.

Mit dem Bau der Anlage soll in Kürze begonnen werden. Der Dieselgenerator soll Ende 2021 in Betrieb gehen. Die Fertigstellung des Solarparks samt Batteriespeicher ist für Anfang 2022 geplant. Besitzer und Betreiber des Kraftwerks wird EDL sein. Nach seiner Fertigstellung soll das Hybridkraftwerk mindestens die Hälfte des jährlichen Strombedarfs der 1.100-Einwohner-Gemeinede decken.

Der Standort der Kombianlage liegt im Kakadu Nationalpark, der wegen seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt in die Liste der UNESCO Weltnatur- und der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen wurde und als einer der schönsten Nationalparke Australiens gilt.

„Mit dem Hybridkraftwerk können wir den fossilen Anteil an der Energieversorgung der Stadt im Kakadu Nationalpark um mindestens 50 Prozent reduzieren. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit EDL erneut ein solches Projekt realisieren können und zu einer nachhaltigeren Energieversorgung von Jabiru beitragen können“, erklärt Dave Manning, Leiter des globalen Hybridgeschäfts von Juwi.

Vier weitere Hybridlösungen in Australien
Das Jabiru-Projekt ist bereits das fünfte Hybridkraftwerk, das Juwi in Australien realisiert. Zu den weiteren Projekten gehört eine Wind-Solar-Hybrid-Lösung zur Versorgung von Esperance in Western Australia. Den Vertrag zum Bau der Anlage hatte die australische Juwi Tochter im letzten Jahr mit dem Energiedienstleister Contract Power aus Perth unterzeichnet. Das Hybridprojekt wird aus einem 4,5 MW Solarpark, zwei 4,5 MW-Windenergieanlagen und einem Lithium-Ionen-Batteriespeicher bestehen, die mit den bestehenden Gasgeneratoren synchronisiert werden. Die Anlage soll rund die Hälfte des jährlichen Strombedarfs von Esperance decken.

Zusätzlich zu den Hybridlösungen für Jabiru und Esperance hat Juwi bereits für drei weitere australische Kunden Hybridlösungen für erneuerbare Energien entwickelt: Für die Gold- und Kupfermine Degrussa, die Mine Agnew und ein Forschungszentrum auf Heron Island.

Der Bau von Hybridkraftwerken für nicht-netzgebundene Industrien, wie zum Beispiel Minen, ist neben der Entwicklung und Betriebsführung von Wind- und Solarparks ein wichtiges Wachstumssegment der Juwi-Gruppe.


© IWR, 2021


23.02.2021

 



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