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Nordex steigert Umsatz in Q1, Fehlbetrag gestiegen, Prognose für 2021 bestätigt

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Hamburg - Die Nordex Group hat ihre Zahlen für das erste Quartal 2021 vorgelegt. Während der Umsatz deutlich gestiegen ist, ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gesunken. Der Fehlbetrag fällt höher aus als im Vorjahresquartal. In einem insgesamt schwachen Börsenumfeld verliert die Aktie.

Der Windturbinen-Hersteller Nordex zeigt sich unter den gegenwärtigen Panedemie-Bedingungen zufrieden mit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen sind die Geschäftsprozesse zwar weitestgehend stabil, allerdings nicht so effizient und z.T. verzögert, so der Hersteller. Insgesamt konnte Nordex den Umsatz dennoch stark erhöhen, per Saldo verbleibt aber ein negatives Nettoergebnis von rd. minus 55 Mio. Euro.

Nordex-Umsatz legt kräftig auf 1,25 Mrd. Euro zu
Die Nordex Group hat heute (11.05.2021) die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2021 (Q1 2021) veröffentlicht. Demnach ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 29,7 Prozent auf 1,251 Mrd. Euro gestiegen (Q1 2020: 964,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 10,4 Mio. Euro und lag damit um etwa 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau (Q1 2020: 13,1 Mio. Euro). Daraus ergibt sich eine EBITDA-Marge von 0,8 Prozent (Q1 2020: 1,4 Prozent). Unterm Strich verbleibt in Q1 2021 ein negatives Konzernergebnis von minus 54,7 Mio. Euro, das sind 17 Mio. Euro mehr als im Vorjahresquartal (Q1 2020: -38 Mio. Euro).

Die Umsatzerhöhung resultiert insbesondere aus den deutlich gestiegenen Installationen. Dagegen blieb die EBITDA-Marge unter dem Vorjahresquartal, das noch nicht von den Auswirkungen der Pandemie betroffen war, zurück. Aufgrund der von Nordex ergriffenen Maßnahmen laufen die Geschäftsprozesse weitestgehend stabil, sind allerdings in ihrer Effizienz nach wie vor beeinträchtigt oder auch verzögert. Hinzu kam, dass sich im ersten Quartal 2021 zu einem größeren Teil noch margenschwächere Altprojekte in der Ausführung befanden, so Nordex.

Operative Entwicklung: Projekt-Installationen ziehen stark an
Im ersten Quartal 2021 steigerte die Nordex Group ihre Installationsleistung deutlich um 56 Prozent und errichtete 356 Windenergieanlagen in 20 Ländern mit einer Gesamtleistung von 1.400 MW (Q1 2020: 269 WEA, 21 Länder, 899 MW). Von der installierten Leistung (in MW) entfielen 57 Prozent auf Europa, 21 Prozent auf Nordamerika, 16 Prozent auf Lateinamerika und 6 Prozent auf den Rest der Welt.

Infolgedessen erhöhte sich der Umsatz im Segment Projekte von 862,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 1.145,7 Mio. Euro im Berichtszeitraum. Im Segment Service setzte sich die positive Entwicklung fort und der Umsatz erhöhte sich um 5,9 Prozent auf 108,0 Mio. Euro (Q1 2020: 102,0 Mio. Euro).

Insgesamt startete die globale Windindustrie mit einer verhaltenen Nachfrage in das Geschäftsjahr 2021. In diesem Umfeld habe sich Nordex mit einem soliden Auftragseingang im Bereich Projekte in Höhe von 1.247 MW in den ersten drei Monaten 2021 gut behauptet (Q1 2020: 1.644 MW). Der Auftragseingang (ohne das Servicesegment) für das erste Quartal 2021 entspreche einem Wert von 911 Mio. Euro (Q1/2020: 1.185 Mio. Euro), so der WEA-Hersteller.

Per Quartalsende wies das Segment Projekte einen Auftragsbestand von 5,1 Mrd. Euro aus (31. März 2020: 5,8 Mrd. Euro). Zum Jahresende 2020 verfügte die Nordex Group über einen Auftragsbestand von 5,3 Mrd. Euro, der sich im Zuge der gestiegenen Installationen im ersten Quartal 2021 verringerte. Im Segment Service erhöhte sich der Auftragsbestand weiter von 2,6 Mrd. Euro um 8,1 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro, sodass sich ein Gesamtauftragsbestand für beide Segmente von 7,9 Mrd. Euro ergab (31. März 2020: 8,4 Mrd. Euro).

Prognose 2021 bestätigt
Für das Jahr 2021 geht Nordex von einem positiven Geschäftsverlauf aus und erwartet eine Verbesserung der wesentlichen finanziellen Kennzahlen. Ausschlaggebend dafür sind eine stabilisierte Lieferkette und erfolgreiche Konzepte, um auch unter Pandemiebedingungen effektiv und effizient arbeiten zu können. Zudem wird unterstellt, dass insbesondere durch die weltweiten Fortschritte bei den Corona-Schutzimpfungen der Einfluss der Pandemie auf die wirtschaftliche Tätigkeit im Jahresverlauf deutlich geringer wird. Vor diesem Hintergrund bestätigt die Nordex Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2021 und prognostiziert eine EBITDA-Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent auf Basis eines erwarteten Umsatzes zwischen 4,7 und 5,2 Mrd. Euro.

Aktie unter Druck
Die Investoren reagieren zurückhaltend auf die von Nordex vorgelegte Quartalsbilanz. An einem allgemein schwachen Handelstag gibt der Aktienkurs des RENIXX Konzerns bislang um 2,5 Prozent auf 19,43 Euro nach (11.05.2021, 16:17 Uhr, Börse Stuttgart). Ihr Tagestief erreichte die Nordex-Aktie kurz nach Handelsbeginn mit 19,02 Euro. Per saldo ergibt sich für die Nordex-Aktie seit Jahresanfang aktuell ein Minus von rd. 12,6 Prozent.


© IWR, 2021


11.05.2021

 



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