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Frankreich baut schwimmende Offshore Windparks – RWE, Wpd, BayWa r.e. und EnBW-Tochter in engerer Wahl

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Paris – Frankreich plant, den ersten kommerziellen, schwimmenden Offshore-Windpark vor der französischen Küste zu bauen. Jetzt hat das zuständige Ministerium insgesamt 10 Bewerber für den ersten Teil des Vorhabens in die engere Wahl gezogen und damit den wettbewerblichen Dialog eröffnet.

Frankreichs Küstengebiete sind prädestiniert für die Nutzung der Offshore Windenergie. Das Land hat jetzt das insgesamt neunte französische Offshore-Windprojekt bekannt gegeben, es wird gleichzeitig eines der ersten Floating Offshore-Projekte in Europa sein.

Offshore Windenergie in der Bretagne - Erstes Floating Offshore Projekt in Europa
Frankreich plant vor der Küste der Südlichen Bretagne zwei schwimmende Offshore Windparks. Ein Offshore-Projekt mit 250 MW und ein zweites Vorhaben mit einer Leistung von bis zu 500 MW Windkraftleistung mit einer gemeinsamen Netzanbindung sind geplant. Diese Projekte waren Gegenstand einer öffentlichen Debatte, die vom 20. Juli 2020 bis 21. Dezember 2020 von der Nationalen Kommission für öffentliche Debatten (CNDP) organisiert wurde. Für das erste Projekt, das 250 MW Offshore Vorhaben, hat das Ministerium für den ökologischen Wandel am 15. Oktober mit der Vorauswahl die 10 Bewerber benannt, die am Wettbewerbsverfahren für diese Offshore-Windenergie-Ausschreibung teilnehmen können.

In den kommenden Monaten wird sich der französische Staat mit den Bewerbern über einen Entwurf des Pflichtenhefts austauschen, der mehrere Anmerkungen der Öffentlichkeit in die von der CNDP organisierte Debatte einfließen lassen wird. Dies gilt für Themen zu den Fischereiaktivitäten in der Nähe der Offshore Windturbinen sowie die Einbindung des Projekts in den lokalen wirtschaftlichen Kontext.

Floating Offshore Projekt Bretagne - Die 10 Bewerber in der engeren Wahl
Im Hinblick auf ihre technischen und finanziellen Fähigkeiten hat die Regierung 10 Bewerber in die engere Wahl gezogen, die zur Teilnahme an dem wettbewerblichen Dialog für das 250 MW Offshore Windprojekt zugelassen sind:
- Konsortium aus CIP (Copenhagen Infrastructure Partners) und der italienischen ENI
- Eoliennes Flottantes Bretagne Grand Large, Projektgesellschaft von EDF Renouvelables und Maple Power (Joint Venture Enbridge und CPPIB)
- Konsortium aus der belgischen Elicio und BayWa r.e.
- Equinor
- Iberdrola
- Ocean Winds, ein Unternehmen von Engie und der portugiesischen EDPR
- RWE AG
- Konsortium, bestehend aus Shell, Valeco (Tochtergesellschaft von EnBW) und Eolien en Mer Participations (Tochtergesellschaft der Caisse des Dépôts et Consignations)
- Konsortium, bestehend aus Total Energies, Green Investment Group und Qair
- Konsortium, bestehend aus Wpd, Vattenfall und BlueFloat Energy

Floating Offshore Windprojekt in Frankreich – Inbetriebnahme 2029
Zunächst werden mehrere Plenarsitzungen mit allen Kandidaten stattfinden. Bilaterale Treffen zwischen den staatlichen Stellen und den Bewerbern werden es den Bewerbern auch ermöglichen, ihre Rückmeldungen zu den Ausschreibungsunterlagen mitzuteilen. Im Jahr 2022 soll der Gewinner der Ausschreibung bekannt gegeben werden. Die Inbetriebnahme des schwimmenden 250 MW Offshore Windparks ist für 2029 geplant.

© IWR, 2021


16.09.2021

 



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