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Rekordjahr 2025 für Erneuerbare Energien in Deutschland: Ausschreibungsboom bei Wind- und Solarenergie

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Münster - Das Jahr 2025 markiert bei den Wind-an-Land- sowie den Solar-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) ein neues Rekordjahr. Die erfolgreichen Ausschreibungen des letzten Jahres dürften dazu beitragen, den Ausbau bei der Onshore-Windenergie und der Solarenergie auf Kurs zu halten.

Die Ergebnisse der Ausschreibungen der Bundesnetzagentur in den Bereichen Onshore-Wind sowie Freiflächen-Solaranlagen und Aufdachanlagen zeigen: Noch nie so viel Leistung ausgeschrieben und bezuschlagt wie 2025. Der Bundesverband Windenergie und der Bundesverband Solarwirtschaft sehen die Entwicklung positiv, mahnen aber an, dass politische Rahmenbedingungen wie Netzzugang, Fördermechanismen und Planungssicherheit weiter gestärkt werden müssen.

Rekorde bei Onshore-Windenergie: 2025 mehr Ausschreibungen als je zuvor
In den vier Ausschreibungsrunden 2025 im Onshore-Windbereich wurden insgesamt 14.430 MW ausgeschrieben (2024: rund 12.080 MW). Eingereichte Projekte hatten ein Gesamtvolumen von rund 23.760 MW - damit waren die Ausschreibungen um mehr als 9.300 MW überzeichnet. Bezuschlagt wurden von der BNetzA im Jahr 2025 Onshore-Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von 14.445 MW, deutlich mehr als im Vorjahr (2024: 10.996 MW). Zieht man zum Vergleich noch das Ausschreibungsvolumen des Jahres 2021 von 4.235 MW und ein Zuschlagsvolumen von 3.295 MW hinzu, so wird die hohe Dynamik im Bereich der Ausschreibungen in den letzten Jahren erkennbar. Insgesamt zeigt sich in dem Rekordjahr 2025 auch der Fortschritt in den Segmenten Genehmigungen, Netzanbindung und Projektentwicklung.

Während die Ausschreibungsergebnisse einen Hinweis auf die Markentwicklung der kommenden Jahre geben, spiegelt sich 2025 in dem anziehenden nationalen Windenergiemarkt auch die zunehmende Marktdynamik wider. Von Januar bis Dezember 2025 gingen in Deutschland nach der Auswertung von Daten des Marktstammdatenregisters (MaStR) der BNetzA durch das IWR (Stand: 12.02.2026) insgesamt Windkraftanlagen mit einer Leistung von 5.798 MW brutto ans Netz (2024: 4.057 MW). Nach Abzug des Rückbaus älterer Anlagen verbleibt ein Nettozubau von rund 5.130 MW (2024: 3.307 MW). Diese Zahlen umfassen sowohl Onshore- als auch Offshore-Anlagen. Betrachtet man nur die Windenergie an Land, zeigt sich ein besonders dynamisches Bild: Von Januar bis Dezember 2025 lag der Nettozubau bei 4.609 MW. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 ist das ein Plus von 80 Prozent (2024: 2.565 MW).

Freiflächen- und Dachanlagen: Hohe Nachfrage in beiden Segmenten
Auch im Bereich Photovoltaik ist in beiden Ausschreibungssegmenten im Jahr 2025 ein neuer Ausschreibungsrekord zu verzeichnen. Im ersten Segment (unter anderem Freiflächenanlagen) erreichten das Ausschreibungsvolumen mit 7.220 MW und das Zuschlagsvolumen mit 7.250 MW deutlich höhere Werte als im Vorjahr (2024: Ausschreibungsvolumen: 6.527 MW / Zuschlagsvolumen: 6.536 MW). Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lag das Ausschreibungsvolumen lediglich bei 1.637 MW und die Zuschläge beliefen sich auf 1.645 MW.

Auch im zweiten Segment (Solaranlagen auf Dächern und Lärmschutzwänden) erreichten das Ausschreibungsvolumen mit 880 MW und das Zuschlagsvolumen mit 853 MW neue Höchstwerte (2024: Ausschreibung: 779 MW, Zuschläge: 782 MW).

Der Photovoltaik-Markt in Deutschland bleibt mit Blick auf die Ausschreibungen (Großanlagen) im Jahr 2025 weiter auf Wachstumskurs. Gleichwohl hat der gesamte Photovoltaik-Zubau in Deutschland über alle Leistungsklassen hinweg mit rund 16.940 MW neuer PV-Leistung etwas an Tempo verloren (2024: 18.520 MW).

© IWR, 2026


20.02.2026

 



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