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Koalitionsvertrag: BUND sieht Deutschland nicht auf 1,5-Grad-Pfad

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Berlin - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) blickt mit gemischten Gefühlen auf den vorgelegten Koalitionsvertrag der künftigen Ampel-Regierung. "In dem 177 Seiten langen Vertrag werden ganz viele Türen einen Spalt breit geöffnet. Unklar ist jedoch, was sich dahinter verbirgt", sagt Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender.

Bandt vermisst "ein umweltpolitisches, klimagerechtes Leitbild". Bandt: "Entscheidend wird nun sein, dass Sofortmaßnahmen hinterlegt werden und ob die Finanzierung gesichert ist. Denn die umweltpolitischen Projekte stehen auf finanzpolitisch wackeligen Beinen."

Während sich die Ampel mit dem Koalitionsvertrag auf dem 1,5-Grad-Pfad sieht, herrscht beim BUND große Skepsis: Zwar seien die Ausbauziele der erneuerbaren Energien gut, jährliche Ausbaupfade für Onshore und Solar fehlten jedoch. Kritik richtet sich an den Offshore-Ausbau, der so naturverträglich nicht umsetzbar sei.

Eine systemische Einsparung von Energie entlang der Sektoren fehlt nach Angaben des BUND, die angestrebte Klimaneutralität 2045 sei für 1,5 Grad zu spät.

Eine herbe Enttäuschung sind mit Blick auf die angestrebte Klimaneutralität die Vereinbarungen zum Verkehrssektor, zu Wasserstoff und zum Abbau umweltschädlicher Subventionen.

Insbesondere das von der Handschrift der FDP geprägte Vertragskapitel Verkehr bleibt nach Einschätzung des BUND weit hinter den Erwartungen zurück. So könne die Mobilitätswende nicht gelingen.

© IWR, 2022

29.11.2021