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Trotz Winter und Covid-19: Vattenfalls größter Onshore-Windprojekt im Zeitplan

© Vattenfall© Vattenfall

Stockholm, Schweden - Im Inneren Nordschwedens baut Vattenfall seinen bisher größten Onshore-Windpark. Die insgesamt 84 Vestas 4,2 Megawatt (MW) Turbinen des Windparks Blakliden Fäbodberget mit einer Gesamtleistung von 353 MW sollen 2022 betriebsbereit sein. Rein rechnerisch sollen dann etwa 220.000 schwedische Haushalte mit Strom aus dem Windpark versorgt werden können.

Eine Herausforderung für die Realisierung des Projektes, das sich seit 2018 im Bau befindet ist die witterungsbedingte, etwa 5 Monate andauernde, Winterpause. Jedes Jahr sorgen Kälte und Tiefschnee in den Wintermonaten für eine Unterbrechung der Bauarbeiten. Vattenfall hat außerdem mit den umliegenden samischen Dörfern vereinbart, die Arbeit für den Winter zu unterbrechen, um die Rentierzucht in der Region zu erleichtern.

Nach dem Ende der Winterpause sind die Bauarbeiten jetzt wieder angelaufen. In dieser Saison sollen rd. 107 Kilometer Kabel verlegt und 84 Kranstandorte und Fundamente sowie 70 Kilometer Straße im Projektgebiet fertig gestellt werden. „Im nächsten Jahr werden die Turbinen geliefert, und bis dahin muss alles fertig sein", so Kristoffer Arnqvist von Vattenfall Vindkraft. Um die kurze Bausaison optimal nutzen zu können, liegt der Fokus in der Winterpause auf einer detaillierten Planung der Bauarbeiten.

Als zusätzliche Herausforderung erweist sich nunmehr der Ausbruch von Covid-19,der die Bedingungen für das Projekt noch einmal völlig verändert und eine Anpassung der Pläne erfordert hat. „Wir mussten unsere Pläne schnell ändern, um sicherzustellen, dass die Bauarbeiten fortgesetzt werden können, während gleichzeitig die Sicherheit und Gesundheit der Menschen für uns oberste Priorität haben", so Arnquist. Das Projektteam müsse die ganze Zeit proaktiv arbeiten, wenn erforderlich die Lieferanten wechseln, und neu planen. Trotz der Pandemie scheine der Zeitplan bislang zu funktionieren, was zu einem großen Teil dem Einfallsreichtum und der Flexibilität des Teams zu verdanken sei, so das Fazit von Arnqusit.

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03.06.2020