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Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung: Parasol startet 2. Großprojekt in Niedersachsen

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Reußenköge - In den Reußenkögen in Schleswig-Holstein ist im Rahmen der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) seit einiger Zeit das Passiv-Radar-System Parasol im Einsatz. Das System sorgt hier dafür, dass insgesamt 51 Windenergieanlagen nachts nicht mehr blinken.

Jetzt steht das 2. Großprojekt der Parasol GmbH & Co. KG in Niedersachsen in den Startlöchern. Insgesamt 52 Windenergieanlagen der Hersteller Vestas und Enercon sollen im Oldenburger Raum auf einer Fläche von fast 100 km2 dunkel geschaltet werden. Die räumliche Verteilung der mobilen Antenneneinheiten (Dislozierung) ist für das Frühjahr 2020 geplant. Anschließend sollen die externen Masten errichtet werden, um das System zu positionieren.

Als Finanzierungsvariante hat die VR Energieprojekte Dötlingen GmbH, die die Interessen der verschiedenen Windparkbetreiber in der Region bündelt, das Modell des Bereitstellungsvertrags gewählt. Dabei übertragen die Betreiber die Verantwortung für den Erhalt und Betrieb des Passiv-Radar-Systems vollständig an Parasol und müssen das System nicht kaufen.

„Mit unserem zugelassenen System erfüllen wir sowohl die Kriterien der bestehenden als auch der überarbeiteten AVV. Damit bieten wir alle luftverkehrsrechtlichen Sicherheiten, die es für ein solches Projekt braucht“, so Claas Arlt, Geschäftsführer der Parasol GmbH & Co.KG. Zudem könne das System zeitnah eingesetzt werden, da es als Passiv-Radar-System keine Frequenzzuteilung benötige und zudem keine zusätzlichen Emissionen erzeuge.

© IWR, 2020

10.02.2020