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Ballard kooperiert mit ABB und hat Grund zum Feiern

© Ballard Power© Ballard Power

Vancouver, Kanada - Für Ballard Power ist der Heavy-Duty-Bereich auf dem Mobilitätssektor ein wichtiges Marktsegment für Brennstoffzellen. Nachdem Ballard kürzlich mit einem norwegischen Fährbetreiber einen Auftrag abgeschlossen hat, kündigt das Unternehmen jetzt eine Kooperation mit ABB auf dem Gebiet von Schubboten an.

Der Markt für Brennstoffzellen-Anwendungen befindet sich noch in einem frühen Marktstadium. Der Brennstoffzellen Hersteller Ballard gehört weltweit zu den führenden Unternehmen der Branche. In diesen Tagen feiert das Unternehmen sein 40jähriges Gründungsjubiläum.

Ballard Power nimmt nach Fähren Schubboote ins Visier
Ballard Power Systems kooperiert im Rahmen des Flagships-Projekts der EU künftig mit dem Schweizer Industriekonzern ABB und weiteren Konsortialpartnern. Ziel der Kooperation ist es, ein emissionsfreies Fluss-Schubboot zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Das Boot soll bereits im Jahr 2021 in Frankreich zum Einsatz kommen, um Flusskähne anzuschieben. Ballards Plan dazu sieht vor, 2020 zwei seiner 200-Kilowatt-Brennstoffzellenmodule für den Antrieb des Schiffes zu liefern. Besitzer des Fluss-Schubbootes wird Compagnie Fluviale de Transport (CFT), eine Tochtergesellschaft der Sogestran-Gruppe, sein. Das Boot wird in Frankreich auf der Rhône eingesetzt. Der Betrieb soll zeigen, dass ein Brennstoffzellenantrieb eine kostengünstige und praktisch emissionsfreie Lösung für Eigentümer und Werften im Segment mittelgroßer Schiffe ist, die ein Transportvolumen von etwa 100 Passagieren oder ein vergleichbares Frachtaufkommen aufweisen.

Da der maritime Verkehr Schätzungen zufolge jährlich große Mengen an CO2 ausstößt, steht die Schifffahrtsbranche unter einem erhöhten Druck, Maßnahmen umzusetzen, die eine Schdstoff-Reduktion ermöglichen. Das Brennstoffzellensystem des Fluss-Schubbootes wird mit Wasserstoff auf der Basis von regenerativen Energien betrieben. Die gesamte Energiekette des Schub-Bootes ist daher emissionsfrei, so Ballard.

Das Flagship-Projekt wird vom Joint Undertaking Fuel Cells and Hydrogen (FCH JU) unterstützt, einer öffentlichen-privaten Partnerschaft, die im Rahmen des EU-Rahmenprogramms Horizont 2020 initiiert wurde, um die kommerzielle Umsetzung der Brennstoffzellen-Technologie in einer Reihe von Verkehrs- und Energienutzungen zu beschleunigen. Zudem unterstützen Hydrogen Europe- und Hydrogen Europe Research das Projekt.

Ballard Power seit 40 Jahren am Start
Neben der Kooperationsvereinbarung mit ABB hat Ballard anlässlich der Gründung des Unternehmens im Jahr 1979 jetzt sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert. Dazu hat Ballard am Hauptsitz in Vancouver einen feierlichen Empfang mit einer Reihe von Würdenträgern, darunter Paul Howard, Mitbegründer und Energievisionär von Ballard, veranstaltet.
Ballard Power Systems wurde in Vancouver ursprünglich gegründet, um Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet von Hochenergie-Lithiumbatterien durchzuführen. Vier Jahre später, nach einem Durchbruch in der Forschung, standen Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen (Proton Exchange Membrane, PEM) im Mittelpunkt der Arbeit des Unternehmens. Seitdem hat sich Ballard als weltweit führender PEM-Brennstoffzellenhersteller etabliert. Der Börsengang und die Notierung von Ballard an der Toronto Stock Exchange erfolgten im Jahr 1993. Mittlerweile wird die Ballard-Aktie an verschiedenen Börsenplätzen weltweit gehandelt. In diesem Jahr läuft es bislang rund für die Aktie von Ballard Power, die seit Jahresanfang um 60 Prozent auf aktuell 3,59 Euro (Stand: 11:35 Uhr, 24.05.2019, Börse Stuttgart) zulegen konnte.

© IWR, 2019


24.05.2019

 



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