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Finnischer WPD-Windpark startet überdurchschnittlich gut

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Bremen - Die WPD AG aus Bremen baut ihre internationalen Aktivitäten aus. Dabei setzt WPD auch auf den nordeuropäischen Markt und Power Purchase Agreements (PPA). Im finnischen Projekt Kuuronkallio liegen die Erträge in den ersten Monaten des Jahres 2020 über den Erwartungen.

Im September 2018 hat der Windenergieprojektierer und Betreiber WPD AG aus Bremen mit Google einen Vertrag zur Direktvermarktung von Windstrom aus dem WPD Windpark Kuuronkallio im Westen Finnlands geschlossen. Das Power Purchase Agreement (PPA) sieht vor, dass WPD ab 2020 jährlich mehr als 200 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) an Windstrom liefert. Mit den ersten Monaten des Jahres 2020 zeigte sich WPD jetzt mehr als zufrieden, da mit einer Produktion von mehr als 90 Mio. kWh überdurchschnittlich hohe Windstromerträge verzeichnet werden können.

Google nutzt Windstrom für Versorgung von finnischem Rechenzentrum in Hamina
Der produzierte Strom des in der Gemeinde Kannus in der westfinnischen Region Mittelösterbotten gelegenen WPD Projekts Kuuronkallio wird vollumfänglich an Google verkauft. Der Internetgigant betreibt in Hamina, 150 km östlich von Helsinki, ein großes Datenzentrum. Das WPD Projekt mit einer Gesamtleistung von 58,8 Megawatt (MW) unterstützt Google in seiner Strategie, den Energieverbrauch CO2-frei zu decken und sich im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens für die Zukunft zu positionieren.

Die Infrastruktur des Windparks - wie Wege, Stellflächen, Fundamente und Kabel - wurde größtenteils bereits 2018 von regionalen Unternehmen erstellt, wobei die WPD construction Finland Oy die Gesamtleitung der Baustelle übernahm. Die Anlageninstallation durch den Hersteller Vestas konnte nahezu reibungslos und gemäß Zeitplan erfolgen. Im Januar wurden die letzten der 14 Anlagen vom Typ Vestas V150 4.2 MW mit einer Nabenhöhe von 155 m vollständig in Betrieb genommen.

Da die Gemeinde Kannus bereits ab dem ersten Jahr von den Grundsteuereinahmen aus dem Betrieb des Windparks profitiert, stellt das Projekt für WPD auch ein Aushängeschild für die weitere Projektentwicklung sowie die anstehenden Realisierungsvorhaben im Land dar.

WPD entwickelt schon seit über 10 Jahren in Finnland mit einem Team vor Ort Projekte und setzt dabei auf einen transparenten und persönlichen Austausch. „Die Windparks, die wir in den letzten Jahren in Finnland erfolgreich in Betrieb nehmen konnten, sind auch für zukünftige Projekte unsere beste Visitenkarte“, so Geschäftsführer Heikki Peltomaa von WPD Finnland weiter.

Aussichtsreiche Projektpipeline in Schweden und Finnland
Im Zuge von Power Purchase Agreements und der auf Kontinuität angelegten Zusammenarbeit mit ihren Partnern hat WPD in Nordeuropa nach eigenen Angaben bislang die Installation von 200 MW an regenerativen Produktionskapazitäten gesichert und deren Stromproduktion vermarktet. Weitere Projekte mit einer Leistung von 71 MW befinden sich derzeit im Bau und darüber hinaus sind bislang PPAs mit einem Projektvolumen von rd. 260 MW abgeschlossen worden. Neben diesen in der Realisierung befindlichen Projekten verfügt WPD im schwedischen und finnischen Markt für Windenergie über eine Pipeline von jeweils rund 1.000 MW. WPD ist bereits mit einigen potenziellen Partnern im Gespräch, die mit einem PPA unabhängig von den Preisschwankungen auf den Strommärkten werden und einen Beitrag zur Energiewende leisten wollen, teilte das Unternehmen weiter mit.

WPD beschäftigt als Entwickler und Betreiber von On- und Offshore-Windparks weltweit rd. 2.200 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bremen ist nach eigenen Angaben in 21 Ländern aktiv. In mehr als 20 Jahren hat die WPD AG Projekte mit rd. 2.270 Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von etwa 4.720 MW realisiert. International umfasst die Projektpipeline nach Angaben von WPD Windenergie-Projekte mit einer Leistung von rd. 11.300 MW onshore und 7.400 MW offshore sowie PV-Projekte mit einer Leistung von 1.150 MW.

© IWR, 2020


11.05.2020

 



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