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Nordex erhält 2020 wieder Aufträge über mehr als 6.000 MW

© Nordex© Nordex

Hamburg - Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex hat die Zahlen zum Auftragseingang im 4. Quartal 2020 sowie für das Gesamt-Geschäftsjahr vorgelegt. Dank eines starken Schlussquartals hat der Windkraftanlagen-Hersteller im Pandemiejahr 2020 fast das Ergebnis des Vorjahres 2019 erreicht.

Mit einem Auftragsvolumen von etwa 2.300 Megawatt (MW) war das 4. Quartal für den deutschen Windenergieanlagehersteller Nordex das auftragsstärkste Quartal im vergangenen Geschäftsjahr 2020. Insgesamt hat Nordex auf Jahressicht 2020 trotz Corona-Pandemie fast das Niveau des Auftragseingangs vom Vorjahr 2019 erreicht. Die Aktie legt derweil eine Verschnaufpause ein.

Delta4000-Baureihe steigert Anteil an allen Bestellungen auf 81 Prozent im Gesamtjahr
Die Nordex Gruppe hat im vierten Quartal 2020 Aufträge über insgesamt 491 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 2.261 Megawatt (MW) erhalten. Das sind rd. 53 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (Q4 2019: 1.477 MW). Im Gesamtjahr 2020 hat Nordex damit insgesamt feste Bestellungen über 1.331 Windturbinen mit einer Leistung von 6.020 MW erhalten. Trotz einzelner Verzögerungen durch die Corona-Pandemie erreicht Nordex damit fast wieder den hohen Auftragseingang des Vorjahres (2019: 6.207 MW). Der Anteil der effizienten und margenstarken Delta4000-Windenergieanlagen stieg im Gesamtjahr auf 81 Prozent (2019: 44 Prozent). Allein 877 MW der Neuaufträge entfielen auf die erst 2019 eingeführte Anlagenvariante N163/5.X.

Regionale Differenzierung
Im Schlussquartal 2020 verteilten sich die Aufträge zu 49 Prozent auf Europa und zu 28 Prozent auf die USA (Region Nordamerika). Mit dem 518-MW-Projekt "Ventos de Santa Eugenia" in Brasilien entfielen 23 Prozent auf die Region Lateinamerika. Die Delta4000-Baureihe machte im vierten Quartal 81 Prozent der Orders aus (Q4 2019: 56 Prozent).

Bezogen auf das Gesamtjahr lag der regionale Schwerpunkt mit Bestellungen für 16 europäische Länder mit einem Anteil von 59 Prozent der Aufträge (nach MW) auf die Region Europa. Die größten europäischen Einzelmärkte waren dabei Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Finnland und Frankreich. Auf die USA und damit die Region Nordamerika entfielen 20 Prozent der Aufträge. Mit Projekten in Brasilien, Chile und Kolumbien kamen 21 Prozent des Auftragsvolumens aus Lateinamerika.

„Bedeutende Großprojekte sowie eine Vielzahl an Aufträgen vor allem aus unseren europäischen Kernmärkten sorgten am Jahresende dafür, dass wir 2020 an das hohe Auftragsniveau aus 2019 anknüpfen konnten. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Dynamik auch im neuen Jahr fortsetzen wird. Die Nachfrage unserer Kunden nach effizienten Windturbinen zur klimafreundlichen Stromproduktion ist weltweit ungebrochen“, so José Luis Blanco, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Nordex Group mit Blick auf das vergangene Jahr und die Perspektiven für die weitere Entwicklung

Mega-Projekt aus Brasilien zum Jahresende
Ein Auftragshighlight stellt im letzten Quartal die Mega-Order von Statkraft Energias Renovéveis, der brasilianischen Tochtergesellschaft der norwegischen Statkraft, für den Windpark „Ventos de Santa Eugenia“ in Brasilien dar. Nordex wird den Rekord-Windpark mit einer Gesamtleistung von 518 MW mit 91 Windenergieanlagen des Typs N163/5.X errichten. Die Turbinen werden in einem optimierten Betriebsmodus von 5,7 MW geliefert. Die Inbetriebnahme des bisher volumenstärksten Projektes für die Nordex Group mit dem Anlagentyp seit der Markteinführung der N163/5.X im Jahr 2019 ist für Anfang 2023 vorgesehen.

Einen weiteren Großauftrag hat Nordex im Dezember 2020 zudem vom schwedischen Versorger Jämtkraft und Persson erhalten, der eine Order für den Windpark den Windpark "Hocksjön mit 131 MW platziert hat. Vorgesehen ist auch hier die Errichtung von Turbinen des Typs N163/5.X der Delta4000-Serie. Der Auftrag umfasst auch einen Premium-Service der Anlagen über 25 Jahre. Die Errichtung und Fertigstellung des Windparks erfolgt 2022. "Hocksjön" entsteht ca. 20 Kilometer südwestlich von Ramsele in der Provinz Västernorrlands Län. Die Turbinen werden im Betriebsmodus von 5,7 MW und mit 148 Meter Nabenhöhe ausgeliefert. Aufgrund der strengen Winter mit Temperaturen bis zu minus 33 Grad Celsius vor Ort sind die Anlagen als Kaltklimavariante ausgelegt.

Nordex-Aktie stoppt Höhenflug
Die Nordex Aktie befand sich seit Anfang November 2020 auf einem Höhenflug und ist seitdem von 12,32 Euro um über 100 Prozent bis auf 27,16 Euro (Jahreshoch, 08.01.2021) geklettert. Seitdem hat der Kurs wieder etwas nachgegeben. Im heutigen Handel notiert die Nordex-Aktie aktuell mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 24,50 Euro (18.01.2021, 15:55 Uhr, Börse Stuttgart).


© IWR, 2021


18.01.2021

 



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