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Multi-MW Elektrolyseur zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung in Duisburg geplant

© Steag / Thyssenkrupp© Steag / Thyssenkrupp

Duisburg / Dortmund / Essen - Die Wasserstoffstrategien der Bundesregierung und der Europäischen Union (EU) spiegeln die hohe Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende und den Klimaschutz wider. Ein Wasserstoffprojekt am Standort Duisburg soll einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der europäischen Stahlerzeugung leisten.

Thyssenkrupp Steel Europe, Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers und Steag planen zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung am Standort Duisburg den Bau und Betrieb einer Wasserstoffelektrolyse im industriellen Multi-Megawatt-Maßstab. Gemeinsam bemühen sich die Partner nun um die Anerkennung des Projekts als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) und eine damit verbundene Investitionsförderung durch Bundes- und Landesmittel. Das Projekt könnte ab 2025 am Netz sein.

IPCEI-Förderung ein wesentlicher Baustein für eine Investitionsentscheidung
Mit dem Bau und Betrieb einer Grünstrom-basierten Wasserstoffelektrolyse mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt (MW) wollen Thyssenkrupp Steel Europe, Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers und die Steag im Rahmen des Projektes „HydrOxy Hub Walsum“ klimafreundlichen, grünen Wasserstoff herstellen. Dieser soll zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion von Thyssenkrupp am Standort Duisburg verwendet werden. Nach Einschätzung der Projektpartner kann von dem Projekt ein wichtiger Impuls ausgehen, um basierend auf den in Duisburg gewonnenen Erkenntnissen mittel- und langfristig eine klimaneutrale Stahlproduktion in ganz Europa in industriellem Maßstab zu ermöglichen - und damit dauerhaft wettbewerbsfähig zu erhalten. „In diesem Sinne ist die geplante 500-MW-Elektrolyse am größten Stahlstandort der EU in Duisburg unstreitig ein wichtiges Projekt von gesamteuropäischem Interesse - kurz: ein IPCEI“, so Dr. Ralf Schiele, der in der Geschäftsführung von Steag die Bereiche Markt und Technik verantwortet.

Das Projekt „HydrOxy Hub Walsum“ weist eine hohe Übereinstimmung mit den politisch definierten Zielsetzungen zur klimafreundlichen Umgestaltung der europäischen Volkswirtschaften auf. „Daher sehen wir dem Bewerbungsverfahren optimistisch entgegen“, so Schiele weiter. Insofern käme eine Bezuschlagung des Projekts im Rahmen des IPCEI-Auswahlverfahrens einem ersten, aber wesentlichen Baustein für eine spätere Investitionsentscheidung gleich.

Allerdings knüpfen Thyssenkrupp und Steag die Realisierung des Projekts nicht allein an eine Förderung als IPCEI. „Losgelöst vom Ausgang des Verfahrens treiben die Projektpartner die Machbarkeitsstudie zum Projekt weiter zügig voran. Diese ist die Grundlage für die rasche Realisierung eines Leuchtturmprojekts der Energie- und Industriewende und sichert so qualifizierte Industriearbeitsplätze“, so Kevin Galle, Projektleiter „HydrOxy Hub Walsum“ bei Steag.

Standortvorteil: Ideale Lage ermöglicht zeitnahe Realisierung
Das Projekt „HydrOxy Hub Walsum“ zeichnet sich durch die räumliche Nähe von Erzeugung und Verbrauch des grünen Wasserstoffs aus. Daher ist es nicht auf den Aufbau eines eigens für den Transport von Wasserstoff ausgelegten Leitungsnetzes angewiesen und kann somit schnell realisiert werden, betonen Thyssenkrupp und Steag. Geplant ist aktuell, dass die Elektrolyse bereits ab 2025 ans Netz geht und grünen Wasserstoff produziert.

Wegen der günstigen Rahmenbedingungen sei das Projekt prädestiniert, an der Schnittstelle zwischen industrieller Produktion und urbanem Lebensraum ein wesentliches Rückgrat der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und der EU zu sein.

Die Projektpartner sind grundsätzlich offen für das Engagement weiterer Kapitalgeber.


© IWR, 2021


25.02.2021

 



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