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RWE startet in Südkorea Kooperation bei schwimmenden Offshore-Windparks

© RWE© RWE

Essen - Südkorea stellt seinen Energiemix von Kernkraft und Kohle auf Erneuerbare Energien (EE) um. Davon profitiert auch der Essener Energiekonzern RWE, der kürzlich seine EE-Ausbauoffensive angekündigt hat.

RWE möchte die Präsenz in Südkorea, einem der Wachstumsmärkte für Offshore-Wind, weiter ausbauen. RWE hat dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Ulsan zur Entwicklung von Floating-Offshore-Windparks unterzeichnet Die Projekte sollen dazu beitragen, Südkorea zu unterstützen, bis 2050 klimaneutral zu werden.

Projekte mit einer Leistung von bis zu 1.500 MW auf der Entwicklungs-Agenda
Ziel der südkoreanischen Regierung ist es, bis zum Jahr 2050 den Status der Klimaneutralität zu erreichen. Auf dem Weg dahin soll bis zum Jahr 2030 die installierte Leistung bei Offshore-Windparks auf 12.000 Megawatt (12 GW) ausgebaut werden und 30 Prozent des Strombedarfs sollen aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden.

RWE und die südkoreanische Stadt Ulsan kooperieren in diesem Wachstumsumfeld bei der Entwicklung schwimmender Offshore-Windparks vor der Küste des asiatischen Landes. Konkret geplant sind Projekte mit einer Leistung von bis zu 1.500 MW (1,5 Gigawatt - GW). Eine entsprechende Absichtserklärung wurde vor kurzem zwischen RWE und der Stadt Ulsan unterzeichnet. RWE hat bereits ein Büro in Seoul, in dem Offshore-Windexperten aus Südkorea und Europa arbeiten.

Im Rahmen der Kooperation will die Stadt Ulsan ihre Beziehungen und lokalen Netzwerke nutzen, um RWE zu unterstützen - vor allem während der Planungs- und Genehmigungsphase. Nach Beratungen mit den zuständigen Behörden, Verbänden und lokalen Interessensgruppen soll eine Machbarkeitsstudie als Grundlage für die Entwicklung, Errichtung und den späteren Betrieb schwimmender Windkraftanlagen vor der Küste von Ulsan durchgeführt werden.

„Die Metropolregion Ulsan bietet branchenführende Werften, gut ausgestattete Hafenanlagen und maritime Kompetenz. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Zusammenarbeit mit RWE Potenzial bei der regenerativen Stromerzeugung erschließen wird sowie in Ulsan für einen wichtigen Wachstumsimpuls und neue Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien sorgen kann“, begrüßt Song Chul-ho, Bürgermeister von Ulsan den Abschluss der Absichtserklärung. „Südkoreas gute Windverhältnisse in räumlicher Nähe zu wichtigen Wirtschaftszentren eröffnen großartige Chancen für schwimmende Windkraftanlagen in großen Wassertiefen. Genau solche Initiativen wie die der Stadt Ulsan werden gebraucht, um Investitionsentscheidungen zu ermöglichen, so Sven Utermöhlen, CEO Wind Offshore bei RWE Renewables. Das gelte sowohl für Projektentwickler wie RWE als auch für Unternehmen der Lieferkette.

RWE international bei schwimmenden Windkraftanlagen unter führenden Unternehmen
RWE betreibt derzeit 17 Offshore-Windparks in fünf Ländern; etliche weitere Projekte befinden sich in der Entwicklung und im Bau. Mit einer Offshore-Leistung von 2.400 MW in Betrieb zählt RWE zu den führenden Playern weltweit. Im Rahmen der Investitions- und Wachstumsstrategie „Growing Green“ des Konzerns will RWE bis 2030 die Kapazität im Bereich Offshore-Wind auf 8.000 MW verdreifachen.

Darüber hinaus ist RWE auch im Bereich Floating-Offshore-Wind führend. In diesem Segment plant RWE bis 2030 Anlagen in einer Größenordnung von 1.000 MW in Betrieb oder im Bau zu haben. Um bereits früh Erfahrungen sammeln zu können, ist RWE an mehreren Demonstrationsprojekten in Norwegen, Spanien und den USA mit jeweils unterschiedlichen Fundamentkonzepten beteiligt. Dabei ist der Tetraspar-Demonstrator, der sich vor der norwegischen Küste in 200 Meter Wassertiefe befindet und derzeit in Betrieb genommen wird, laut RWE das am weitesten fortgeschrittene Projekt.


© IWR, 2021


30.11.2021

 



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