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Rechenzentrum-Stromversorgung aus Brennstoffzellen: FuelCell Energy startet 12,5-MW-Systeme und plant Produktionsausbau

© Fuelcell© Fuelcell

Danbury (USA) - Der Bedarf an Rechenzentren wächst weltweit rasant. Gleichzeitig verschärfen fehlende Stromnetzkapazitäten, Versorgungsengpässe und Genehmigungsverzögerungen den Druck auf Betreiber. Fuelcell Energy reagiert mit einer neuen skalierbaren Brennstoffzellenlösung.

Die neuen 12,5-MW-Brennstoffzellensysteme von Fuelcell Energy kombinieren fünf 2,5-MW-Module, die jeweils aus zwei 1,25-MW-Modulen bestehen, zu standardisierten Blöcken, die Genehmigungsaufwand und Integrationsrisiken minimieren. Betreiber von Rechenzentren in netzbeschränkten Märkten können so nach Einschätzung des Brennstoffzellenspezialisten Projekte schneller realisieren und ihre Energieversorgung selbst steuern. Um die wachsende Nachfrage zu decken, will das Unternehmen die Produktionskapazität in Torrington, Connecticut, von 100 MW auf 350 MW ausbauen.

Standardisierte 12,5-Megawatt-Blöcke beschleunigen Rechenzentrumsprojekte
Im Zuge des weltweiten Booms beim Bau neuer Rechenzentren nehmen die Herausforderungen durch Netzengpässe, Verzögerungen bei Genehmigungen und einen hohen Aufwand bei der Integration vor Ort zu und bremsen Projekte aus. Fuelcell Energy reagiert darauf mit einem neuen standardisierten 12,5-MW-Leistungsblock, der den standortspezifischen Engineering- und Genehmigungsaufwand reduziert, Integrationsrisiken minimiert und die Umsetzung beschleunigt.

„Die Herausforderung für Rechenzentren heute ist nicht nur, wie viel Strom sie benötigen, sondern wie schnell sie ihn bekommen können und ob der heute gekaufte Strom auch morgen den Bedarf deckt“, erklärte Jason Few, Präsident und CEO von Fuelcell Energy. Die standardisierten Blöcke sollen es Entwicklern ermöglichen, Projekte schneller zu skalieren, ohne auf den Ausbau des öffentlichen Netzes warten zu müssen.

Die Systeme erzeugen Strom leise und emissionsarm, was die Genehmigung nach Einschätzung von Fuelcell erleichtert und den Standort flexibler macht. Die integrierte wärmebetriebene Kühlung reduziert zudem den Bedarf an zusätzlicher Kühlinfrastruktur, sodass mehr Strom direkt den IT-Anwendungen zugeführt werden kann. Eric Strayer, Senior Vice President und Leiter des globalen Vertriebs, betonte, dass der dass der aus fünf 2,5-MW-Modulen bestehende 12,5-MW-Block die ideale Balance aus Skaleneffekten und modularer Zuverlässigkeit bietet. Das System könne flexibel auf einzelnen Flächen oder campusübergreifend eingesetzt werden, wodurch Betreiber die Kapazität stufenweise erweitern könnten, während sie auf eine Plattform mit langjähriger Betriebserfahrung setzen.

Produktionsausbau und Fertigungsstrategie in den USA
Fuelcell Energy plant, die Produktionskapazität am Standort Torrington, Connecticut, von 100 MW auf 350 MW zu erhöhen, um die wachsende Nachfrage der Rechenzentrumsbranche zu bedienen. Jason Few bezeichnete den Ausbau als Vorbereitung auf steigende Kundenanforderungen. Langfristige Investitionen in Hochleistungsausrüstung, eine überwiegend US-amerikanische Lieferkette und bewährte Elektrochemie ohne Seltene Erden sollen die Versorgungssicherheit gewährleisten.

Das Unternehmen verfolgt zudem ein „Hub-and-Spoke“-Fertigungsmodell, das die Endmontage lokalisiert und Kosten reduziert, ähnlich wie es bereits in Südkorea und Deutschland praktiziert wird. Das neue 12,5-MW-System wird am 24. März im Rahmen von Branchendiskussionen über schnellere und sauberere Ansätze zur Energieversorgung von Rechenzentren auf der DCD>Connect New York vorgestellt, begleitet von einer Tech-Showcase-Präsentation durch Kent McCord, Director of Solutions Engineering. Die Geschäftsentwicklungspipeline von Fuelcell Energy ist seit Februar 2025 laut Fuelcell Energy um 275 Prozent gewachsen, der Großteil dieses Wachstums stammt aus Rechenzentrumskunden.


© IWR, 2026


24.03.2026

 



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