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32 Prozent Auftragsplus bei stabilen Preisen: Nordex Group steigert Auftragseingang im zweiten Quartal auf 3,1 GW - Aktie legt zu

© Nordex© Nordex

Hamburg – Der internationale Ausbau der Windenergie sorgt beim deutschen Windturbinenhersteller Nordex weiterhin für eine hohe Nachfrage. Die Nordex Group hat im zweiten Quartal 2026 einen deutlich höheren Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum verzeichnet und damit ihre Position in den Kernmärkten Deutschland, USA und Türkei weiter ausgebaut. Auch das Preisniveau blieb dabei stabil.

Ein Großteil der Nordex-Aufträge im zweiten Quartal 2026 geht auf langjährige Kundenbeziehungen zurück: Der deutsche Projektentwickler UKA und der türkische Energieversorger Eksim Enerji zählen seit Jahren zu den Stammkunden des Windturbinenherstellers, in den USA wiederum zahlt sich die seit geraumer Zeit etablierte lokale Fertigung in Iowa aus.

Großaufträge aus den drei stärksten Märkten
Im zweiten Quartal verzeichnete die Nordex Group einen Auftragseingang von 3.054 MW – ein Plus von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2/2015: 2.310 MW). Im ersten Halbjahr summierte sich der Auftragseingang damit auf 4.923 MW, was einem Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (H1/2025: 4.492 MW). Kunden bestellten zwischen April und Juni insgesamt 496 Windenergieanlagen für Projekte in zehn Ländern. Zu den Großaufträgen, über die Nordex in den letzten Wochen berichtet hat, gehört in Deutschland die Bestellung des Projektentwicklers UKA (Umweltgerechte Kraftanlagen) Ende Juni von insgesamt 100 Anlagen der Typen N175/6.X und N163/6.X mit einer Gesamtleistung von rund 700 MW. Die Anlagen sind für Projekte in mehreren Bundesländern bestimmt. Neben der Turbinenlieferung umfassen die einzelnen Aufträge mehrjährige Service- und Wartungsverträge. Grundlage der UKA-Bestellung sind EEG-Zuschläge aus den Ausschreibungsrunden vom August 2025 und Februar 2026.

Trotz erheblichen politischen Gegenwinds aus Washington – die US-Regierung hat per Dekret mehrere Offshore-Windparks gestoppt und Genehmigungsverfahren für zahlreiche Onshore-Projekte auf Bundesebene verzögert – setzt sich der Windenergieausbau in den USA auf Ebene der Bundesstaaten fort, etwa in Texas, Oklahoma und Iowa. Nordex profitiert davon: Der Auftragseingang aus den USA summierte sich im zweiten Quartal auf rund 809 MW. Bereits am 22. Juni meldete das Unternehmen drei Aufträge über zusammen 484 MW, Ende Juni kam ein weiterer Auftrag über 325 MW für 55 Anlagen des Typs N163/5.X hinzu. Kunden und Projektnamen wurden jeweils nicht veröffentlicht, die Fertigung erfolgt am US-Standort Iowa.

In der Türkei bestellte der langjährige Kunde Eksim Enerji im Mai 16 Anlagen des Typs N175/6.X mit 110 MW Leistung für den Windpark Balikesir-3 in der Provinz Balikesir, ergänzt um einen zehnjährigen Servicevertrag. Eksim Enerji betreibt nach eigenen Angaben ein Windenergieportfolio von rund 833 MW und ist seit 2010 Nordex-Kunde.

Stabile Preise und strategische Bedeutung des US-Marktes
Der durchschnittliche Verkaufspreis blieb im zweiten Quartal mit 0,97 Mio. Euro pro MW stabil, im Halbjahresvergleich stieg er von 0,92 auf 0,95 Mio. Euro pro MW. Besonderes Gewicht misst der Konzern dem US-Geschäft bei. Vorstandsvorsitzender José Luis Blanco bezeichnete dies als wichtigen Meilenstein: „Mit rund 800 Megawatt Auftragseingang in den USA haben wir in diesem Quartal einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dieses Ergebnis spiegelt das Vertrauen wider, das unsere Kunden in uns setzen, sowie die Stärke unserer Organisation im amerikanischen Markt. Während wir gemeinsam mit unseren Kunden weiterwachsen, bleiben wir konsequent auf eine zuverlässige und erfolgreiche Projektumsetzung fokussiert.“

Nordex-Aktie legt zu
Nach einem deutlichen Rückgang an den ersten drei Handelstagen der Woche – der Kurs war von 45,90 Euro auf 41,14 Euro gefallen, was einem Minus von 10,4 Prozent entspricht – legt die Nordex-Aktie am Donnerstag wieder zu: Aktuell notiert sie bei 42,74 Euro (09.07.2026, 14:16 Uhr), ein Plus von 3,89 Prozent. Gegenüber dem Schlusskurs zum Jahreswechsel (29,18 Euro am 30.12.2025) steht damit ein Kursplus von rund 46 Prozent zu Buche.


© IWR, 2026


09.07.2026

 



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