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US-Windmarkt wächst trotz Gegenwind aus Washington: Nordex sichert sich neue Großaufträge

© Nordex© Nordex

Hamburg/Münster - Der Ausbau der Windenergie in den USA kommt trotz politischer Unsicherheit unter der Trump-Regierung weiter voran. Auf Bundesebene bremsen Baustopps und verzögerte Genehmigungen einzelne Projekte, während der Markt in der Fläche weiter wächst. Windturbinenhersteller wie Nordex profitieren von dieser Entwicklung mit neuen Großaufträgen.

Nach Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC) installierten die USA 2025 rund 6.900 MW neue Windkraftleistung – der zweithöchste Zubau weltweit hinter China. Windkraftanlagen erzeugten im selben Jahr laut der US-Energiebehörde EIA rund 464.000 GWh Strom. Die Stromerzeugung aus Wind erreichte zusammen mit der Solarstromerzeugung einen Rekordanteil von 17 Prozent an der gesamten US-Stromerzeugung.

Nordex sichert sich drei neue Aufträge über 81 Turbinen
Wie die Nordex Group mitteilte, hat sich der Windturbinenhersteller in den USA drei neue Aufträge mit einer Gesamtkapazität von mehr als 480 MW gesichert. Die Verträge umfassen die Lieferung von 81 Turbinen des Typs N163/5.X. Kunden und Projektstandorte nannte das Unternehmen nicht. Gefertigt werden die Anlagen im Nordex-Werk im US-Bundesstaat Iowa.

„Diese neuen Aufträge spiegeln erneut das Vertrauen wider, das unsere Kunden in Nordex und in unsere Fähigkeit setzen, Projekte zuverlässig und effizient zu liefern und zu betreuen", sagte Manav Sharma, CEO von Nordex North America. Getragen von starken Kundenpartnerschaften und einer leistungsfähigen Fertigung sehe man in der Region weiterhin eine positive Dynamik, so Sharma weiter.

Genehmigungsstopps auf Bundesebene, Wachstum in den Bundesstaaten
Die Trump-Regierung hat per Dekret mehrere Offshore-Windparks mit Baustopps belegt und über das Pentagon auch Genehmigungsverfahren für rund 165 Onshore-Projekte auf privatem Grund verzögert. Auf Ebene der Bundesstaaten wie Texas, Oklahoma und Iowa geht der Ausbau dagegen weiter voran: Wood Mackenzie und die American Clean Power Association (ACP) rechnen für 2025 bis 2029 mit einem Zubau von 46.000 MW, getragen auch von einer steigenden Stromnachfrage durch Rechenzentren. Gebremst wird der Ausbau durch Zölle auf Turbinenkomponenten sowie die anhaltende Unsicherheit bei Genehmigungsverfahren und der Energiepolitik auf Bundesebene.

Mit der lokalen Fertigung in Iowa positioniert sich Nordex in einem Marktumfeld, in dem Bundesstaaten und Energieversorger den Windenergieausbau unabhängig von der Bundespolitik vorantreiben. Für Turbinenhersteller bleibt der US-Onshore-Markt trotz politischer Unsicherheit auf Bundesebene damit ein zentrales Wachstumsfeld.

Nordex-Aktie legt zu
Die im RENIXX-World gelistete Nordex-Aktie legte im Handel an der Börse Stuttgart am 4. August 2026 um 1,96 Prozent auf 40,54 Euro zu (Stand: 14:16 Uhr). Gegenüber dem Schlusskurs zum Jahreswechsel (29,18 Euro am 30.12.2025) steht die Aktie damit bei einem Plus von 38,9 Prozent.

© IWR, 2026


04.08.2026

 



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