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Bilanzierungsmanager Energiemengenbilanzierung (m/w/d)
DWD warnt vor anhaltender Dürre bis September: Im Süden Böden teils trockener als 2018 und 2022
Seit März liegen die Niederschlagsmengen in fast ganz Deutschland unter dem langjährigen Durchschnitt. Besonders betroffen sind die südliche Mitte und der Süden Deutschlands. Die Folgen zeigen sich zunehmend in Landwirtschaft und Natur, gleichzeitig ist die Waldbrandgefahr deutlich erhöht.
Seit November knapp 30 Prozent weniger Niederschlag als üblich
Nach IWR-Berechnungen auf Basis der DWD-Daten summierten sich die Niederschläge von Anfang November 2025 bis Ende Juli 2026 deutschlandweit auf rund 420 Liter pro Quadratmeter. Im langjährigen Mittel 1991 bis 2020 sind es rund 586 Liter. Damit fielen knapp 30 Prozent weniger Niederschläge als üblich. Nach Angaben des DWD war dieser Zeitraum seit 1882 nur zweimal noch trockener.
Die Niederschläge waren zeitlich und regional sehr unterschiedlich verteilt. Im Winter 2025/26 fielen rund 135 l² gegenüber 190 l/m² im Mittel 1991 bis 2020. Das entspricht einem Defizit von rund 29 Prozent. Der vergleichsweise niederschlagsreiche Februar konnte das zuvor entstandene Defizit nur vorübergehend abmildern. Im Frühjahr kamen bundesweit lediglich rund 126 l/m² zusammen, gegenüber 171 l/m² im langjährigen Mittel – ein Minus von rund 26 Prozent.
Im Juli verschärfte sich die Trockenheit erneut deutlich. Deutschlandweit fielen nur rund 40 l/m² Niederschlag gegenüber 87 l/m² im Mittel 1991 bis 2020. Damit wurde nicht einmal die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge erreicht.
Bodenfeuchte im Süden teils niedriger als 2018 und 2022
Besonders angespannt ist die Bodenfeuchte im Süden. Die extreme Hitzewelle in der zweiten Junihälfte ließ die Bodenfeuchte durch die hohe Verdunstung nochmals stark sinken. Seit Ende Juni reichen lokale Schauer und Gewitter vielerorts nicht aus, um das Defizit auszugleichen.
Deutschlandweit lag die Bodenfeuchte in den oberen 60 Zentimetern seit Ende Mai häufig nur knapp über den Werten der Dürrejahre 2018 und 2022. Im Süden waren die Böden 2026 verbreitet sogar trockener.
Die Auswirkungen zeigen sich zunehmend in der Landwirtschaft. Während Getreide und Raps vergleichsweise wenig betroffen sind, leiden vor allem Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln unter Wassermangel. Regional drohen nach DWD-Einschätzung markante Schäden. Teilweise ist bereits ein Grünlandschnitt ausgefallen. Bei Obst und jungen Weinreben können größere Schäden gebietsweise nur durch Bewässerung verhindert werden.
Waldbrandgefahr: 22 statt 10 Tage mit hoher Gefahrenstufe
Auch die Waldbrandgefahr liegt deutlich über dem langjährigen Niveau. Bis zum 2. August erreichte der Waldbrandgefahrenindex im Deutschlandmittel bereits an rund 22 Tagen mindestens Stufe 4 von 5. Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 waren es bis zu diesem Zeitpunkt lediglich rund zehn Tage.
Ein ähnliches Bild zeigt der Graslandfeuerindex. Hier wurden 2026 bis zum 2. August bereits 33 Tage mit mindestens Gefahrenstufe 4 registriert, gegenüber 18 Tagen im langjährigen Mittel.
Keine Entspannung in Sicht – Trockenheit könnte bis September anhalten
Für das kommende Wochenende und die zweite Augustwoche erwartet der DWD überwiegend trockenes und von Süden her zeitweise heißes bis sehr heißes Wetter. Einzelne Schauer und Gewitter sind möglich, flächendeckende Niederschläge zeichnen sich jedoch nicht ab.
Auch bis Anfang September weisen die Bodenfeuchteprognosen auf trockenere Bedingungen als im Mittel der vergangenen 20 Jahre hin. Der DWD geht deshalb davon aus, dass die Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft in den kommenden Wochen weiter zunehmen und Perioden mit hoher Waldbrandgefahr anhalten.
© IWR, 2026
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