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Teamleiter Projektentwicklung Wind (m/w/d)
EU-Strommix im Wandel: Wind und Solar von Januar bis September 2026 fast gleichauf mit Atom und Kohle
Der europäische Kraftwerkspark befindet sich in einem fortschreitenden Strukturwandel hin zu Erneuerbaren Energien. Für die Transformation sorgt vor allem das ungleiche Wachstumstempo: Erneuerbare Energien legen deutlich stärker zu als die Einspeisung aus konventionellen Energieträgern, die insgesamt nur leicht steigt. Das zeigen die Daten zur Stromeinspeisung in der EU für den Zeitraum von Januar bis September 2026 deutlich.
Erneuerbare steigern Einspeisung um 6,6 Prozent: Anteil in der EU steigt auf 48,6 Prozent
Insgesamt ist die Stromeinspeisung aus Erneuerbaren Energien von Januar bis September 2026 in der EU um 6,6 Prozent auf 877,1 Mrd. kWh gestiegen (Vorjahreszeitraum: 822,8 Mrd. kWh). Ihr Anteil an der EU-weiten Stromeinspeisung liegt damit bei 48,6 Prozent, nach 47,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Gesamteinspeisung in der EU ist um 3,7 Prozent auf 1.804,5 Mrd. kWh gestiegen (Vorjahreszeitraum: 1.739,9 Mrd. kWh). Das ist ein Zuwachs von 64,6 Mrd. kWh, davon entfällt der Großteil mit 54,3 Mrd. kWh (84,2 Prozent) auf Erneuerbare Energien.
Wind- und Solarenergie fast gleichauf mit Atom, Braun- und Steinkohle
Die Einspeisung aus Windenergie- und Solaranlagen in der EU ist von Januar bis September 2026 um 11,9 Prozent auf zusammen 615,8 Mrd. kWh Strom gestiegen (Vorjahreszeitraum: 550,4 Mrd. kWh). Die Stromeinspeisung aus Atomenergie, Braunkohle und Steinkohle erreicht in diesem Zeitraum in Summe 619,9 Mrd. kWh, was einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (631,7 Mrd. kWh) entspricht. Der Abstand zwischen Wind- und Solarenergie einerseits sowie Atomenergie, Braun- und Steinkohle andererseits ist damit auf nur noch rund 4 Mrd. kWh geschrumpft (Vorjahreszeitraum: rund 81 Mrd. kWh).
Die Einspeisung aus Solarenergie ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 um 17,8 Prozent auf 281,8 Mrd. kWh gestiegen. Sie liegt nun nur noch 0,9 Mrd. kWh unter der Gaseinspeisung (282,7 Mrd. kWh), im Vorjahreszeitraum war die Differenz mit 23,5 Mrd. kWh noch deutlich größer. Die Stromeinspeisung aus Windenergie hat um 7,3 Prozent auf 334,0 Mrd. kWh zugelegt.
Die Zuwächse bei Wind- und Solarenergie gehen mit dem fortschreitenden Ausbau einher: Im Jahr 2025 wurden in der EU nach Angaben von SolarPower Europe Solaranlagen mit einer Leistung von 65,1 Gigawatt (Gleichstrom) neu in Betrieb genommen. WindEurope beziffert die 2025 neu installierte Windenergieleistung in der EU auf 15,1 Gigawatt.
Konventionelle Einspeisung wächst um 1,1 Prozent: Gas legt um 7,6 Prozent zu
Die konventionelle Einspeisung ist im Zeitraum Januar bis September 2026 leicht um 1,1 Prozent auf 927,4 Mrd. kWh gestiegen (Vorjahreszeitraum: 917,2 Mrd. kWh), ihr Anteil an der Gesamteinspeisung sinkt damit von 52,7 auf 51,4 Prozent. Größter konventioneller Energieträger bleibt mit 437,3 Mrd. kWh die Atomenergie, deren Einspeisung um 3,7 Prozent gesunken ist (Vorjahreszeitraum: 454,0 Mrd. kWh). Darauf folgt Gas mit einem Plus von 7,6 Prozent auf 282,7 Mrd. kWh. Die Stromeinspeisung aus Braunkohle ist um 1,2 Prozent auf 102,8 Mrd. kWh zurückgegangen, die aus Steinkohle um 8,3 Prozent auf 79,8 Mrd. kWh gestiegen. Müll liegt bei 15,3 Mrd. kWh und Öl bei 9,4 Mrd. kWh.
Über die Daten der europäischen Netzbetreiber (ENTSO-E)
Die IWR-Auswertung basiert auf den von den nationalen Übertragungsnetzbetreibern an den Verband ENTSO-E gemeldeten EU-Länderdaten (Stand: 02.10.2026). Erfasst wird die Netto-Stromeinspeisung in die Stromnetze, nicht eingespeiste Mengen (Eigenverbrauch) sind nicht abgebildet. Daten zur Brutto-Stromerzeugung in offiziellen Jahresstatistiken (z. B. Eurostat) können daher abweichen.
© IWR, 2026
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