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Ägypten setzt auf Windenergie: Scatec und EDF starten Bau von 900-MW-Windpark Shadwan

© Scatec ASA© Scatec ASA

Oslo/Kairo - Der norwegische Scatec und die französische EDF Power Solutions haben in Ägypten mit dem Bau des 900-MW-Onshore-Windparks Shadwan begonnen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 716 Mio. US-Dollar soll jährlich rund 4 Mrd. kWh Strom erzeugen. Die erste Ausbaustufe soll Ende 2027 in Betrieb gehen.

Shadwan gehört zu einer Reihe von Großprojekten, mit denen Ägypten den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreibt. Für Scatec entwickelt sich das Land zugleich zu einem wichtigen Wachstumsmarkt: Neben dem Windpark plant das Unternehmen dort das Solar- und Speicherprojekt Energy Valley mit 1.950 MW Solarleistung und 3.935 MWh Batteriespeicherkapazität.

900-MW-Windpark in Ägypten: Französischer Energiekonzern EDF soll 29 Prozent übernehmen
Der Windpark Shadwan soll in mehreren Phasen errichtet werden und nach Fertigstellung rund 4 TWh Strom pro Jahr erzeugen. Mit 900 MW wird Shadwan nach Unternehmensangaben zu den größten Onshore-Windparks Afrikas gehören.

Scatec entwickelt das Projekt gemeinsam mit EDF Power Solutions. Die Erneuerbaren-Tochter des französischen Energiekonzerns EDF soll einen Eigenkapitalanteil von 29 Prozent an Shadwan übernehmen. Der in der Öffentlichkeit vor allem für den Betrieb seiner französischen Atomkraftwerke bekannte EDF-Konzern entwickelt, errichtet und betreibt über EDF Power Solutions international auch Wind-, Solar- und Speicherprojekte. Scatec plant darüber hinaus, weitere Eigenkapitalpartner in das Projekt aufzunehmen.

Für die langfristige Projektfinanzierung hat Scatec Mandatsschreiben mit einem Konsortium von Entwicklungsfinanzierungsinstituten unterzeichnet. Der Financial Close wird bis Ende 2026 erwartet. Scatec übernimmt bei Shadwan Engineering, Procurement and Construction (EPC) sowie später Asset Management, Betrieb und Wartung.

Arab Energy Fund: Zwischenfinanzierung ermöglicht frühen Baustart
Parallel hat Scatec mit dem Arab Energy Fund eine dreijährige Eigenkapital-Zwischenfinanzierung über insgesamt 150 Mio. US-Dollar vereinbart. Davon entfallen 50 Mio. US-Dollar auf Shadwan und 100 Mio. US-Dollar auf Energy Valley. Damit kann Scatec den Bau von Shadwan bereits vor Abschluss der langfristigen Projektfinanzierung vorantreiben und den zunächst erforderlichen Eigenkapitaleinsatz begrenzen.

Energy Valley kombiniert 1.950 MW Solarleistung mit Batteriespeichern von insgesamt 3.935 MWh. Auch für dieses Projekt erwartet Scatec den Abschluss der langfristigen Projektfinanzierung und den Baubeginn bis Ende 2026. Zusammen stehen Shadwan und Energy Valley damit für 2.850 MW neue Wind- und Solarleistung sowie knapp 4 GWh Batteriespeicherkapazität.

Ägypten mit ambitionierten Zielen bis 2030 - wichtiger Wachstumsmarkt für Scatec
Scatec hat seine Aktivitäten in Ägypten in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Seit August 2026 ist dort das 1.125-MW-Solarprojekt Obelisk einschließlich eines Batteriespeichers mit 100 MW Leistung und 200 MWh Kapazität vollständig in Betrieb. Zusammen mit den älteren Benban-Solaranlagen verfügt Scatec nach eigenen Angaben in Ägypten über 1.505 MW operative Solarleistung.

Der Ausbau trifft auf ambitionierte ägyptische Energieziele. Nach Angaben der staatlichen New and Renewable Energy Authority (NREA) sollen die erneuerbaren Kapazitäten bis Ende 2026 auf rund 12.000 MW und bis Ende 2029 auf etwa 20.000 MW steigen. Für die Windenergie nennt die Behörde für 2030 ein Ziel von 13,7 GW; Ende 2025 waren demnach mehr als 3 GW installiert.

Großprojekte wie Shadwan sind damit Bestandteil des geplanten Ausbaus der erneuerbaren Stromerzeugung in Ägypten. Gleichzeitig zeigt Scatecs Projektportfolio mit großen Wind- und Solarparks sowie Batteriespeichern, dass neue Erzeugungskapazitäten mit Speichern zur Integration wetterabhängiger Stromerzeugung kombiniert werden.

© IWR, 2026


05.10.2026

 



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