
Teamlead Payables Management (m/w/d) - deutschlandweit UKA Umweltgerechte Kra...

Teamleiter Projektentwicklung Wind (m/w/d) BSD Bildungs- und Serv...

Vom Monteur zum Ausbilder (m/w/d)
Nur zwei Monate nach Shell-Verkauf: Heimspeicher-Pionier Sonnen meldet Insolvenz an
Der deutsche Heimspeichermarkt steht trotz weiterhin hoher Installationszahlen unter wirtschaftlichem Druck. Mehrere Heimspeicherhersteller haben Insolvenz angemeldet. Die EnBW-Tochter Senec hat zudem angekündigt, ihr Neugeschäft einzustellen. Der Insolvenzantrag von Sonnen fällt damit in eine Phase, in der sich zugleich die Wettbewerbsverhältnisse und Vertriebsstrukturen auf dem Speichermarkt deutlich verändern.
Sonnen stellt Insolvenzantrag - Geschäftsbetrieb soll weiterlaufen
Die Sonnen GmbH mit Sitz in Wildpoldsried im Allgäu hat am Donnerstag (22. Oktober 2026) einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen ist Teil einer international tätigen Unternehmensgruppe mit Gesellschaften in mehreren Ländern. Nach Handelsblatt-Informationen sollen einzelne Gesellschaften abgewickelt und andere im Rahmen von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung restrukturiert werden. Nach diesen Informationen soll künftig nur noch ein Produktionsstandort erhalten bleiben.
Dem Bericht zufolge wurden am Unternehmenssitz in Wildpoldsried rund 400 Beschäftigte über den Insolvenzantrag informiert. Für die mehr als 150.000 Kunden sollen das Bestandsgeschäft und die Serviceleistungen fortgeführt werden. Welche Unternehmensteile langfristig erhalten bleiben, ist bislang offen.
Hohe Verluste bereits unter Shell - Finanzierung seit Jahren ein Thema
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Sonnen-Unternehmensgruppe bestanden bereits lange vor dem Verkauf durch Shell an den Investor Tiven im August 2026. Nach Handelsblatt-Informationen sank der Umsatz der Gruppe 2024 gegenüber dem Vorjahr um rund 55 Prozent.
Der Jahresabschluss 2024 der Sonnen GmbH weist einen Jahresfehlbetrag von rund 106,6 Mio. Euro aus. Die Zahl betrifft die deutsche Einzelgesellschaft, nicht die gesamte Sonnen-Unternehmensgruppe.
Bereits im geprüften Jahresabschluss 2023 wurde auf ein bestandsgefährdendes Risiko hingewiesen. Die Fortführung der Sonnen GmbH hing demnach von der finanziellen Unterstützung durch ihre Muttergesellschaft ab. Die Sonnen Holding GmbH sagte im Juni 2024 eine Finanzierung von bis zu 49,2 Mio. Euro bis Ende 2025 zu. Sie war ihrerseits auf finanzielle Unterstützung aus dem Shell-Konzern angewiesen.
Unter Shell versuchte Sonnen mit dem Restrukturierungsprogramm „Sunrise“, die wirtschaftliche Lage zu verbessern. Shell hatte Sonnen 2019 übernommen. Neuer Eigentümer ist seit August 2026 Tiven, das Family Office des Aurelius-Mitgründers Gert Purkert. Aurelius WaterRise unterstützte die Restrukturierung.
Probleme im Heimspeichermarkt: Weitere Insolvenzen und Rückzug aus dem Neugeschäft
Sonnen ist nicht der einzige deutsche Speicherhersteller mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Der Konstanzer Heimspeicher- und Wechselrichterhersteller RCT Power stellte im September 2026 Insolvenzantrag. Anfang Oktober wurde das Insolvenzverfahren über die VARTA Storage GmbH eröffnet, die unter anderem Batteriespeicher für private Photovoltaikanlagen anbietet. Die EnBW-Tochter Senec hatte bereits im Juli angekündigt, nach hohen Verlusten und einer erfolglosen Investorensuche das Neukundengeschäft einzustellen.
Die Entwicklung fällt in eine Phase veränderter Wettbewerbsverhältnisse im Markt für Heimspeicher. Nach einer Auswertung von P3 und RWTH Aachen sank der gemeinsame Anteil der fünf größten Hersteller an der neu installierten Speicherkapazität in Deutschland von knapp 55 Prozent 2024 auf gut 45 Prozent 2025. Sonnen erreichte 2025 noch einen Marktanteil von 3,3 Prozent.
Chinesische Hersteller haben auf dem deutschen Heimspeichermarkt eine starke Position. BYD blieb 2025 trotz rückläufiger Marktanteile mit 16,5 Prozent Marktführer. Während auch Huawei und Sungrow Anteile einbüßten, konnten andere asiatische Anbieter wie Anker und Fox ESS zulegen.
Auch die Vertriebsstrukturen verändern sich. Große Installationsunternehmen wie Enpal und 1Komma5° arbeiten mit ausgewählten Speicherherstellern zusammen und bieten zunehmend standardisierte Systemlösungen an. Enpal kooperiert beispielsweise mit dem chinesischen Hersteller Fox ESS. 1Komma5° setzt inzwischen auch auf eigene Speichertechnik und integriert zugleich Batteriesysteme anderer Hersteller in seine Energiemanagementplattform. Damit gewinnen die Beschaffungsentscheidungen großer Installateure für die Marktposition der Speicherhersteller an Bedeutung.
© IWR, 2026
Grünes Licht für flexible Stromspeicher und E-Autos: Wie die Bundesnetzagentur die Marktintegration erleichtert
Wachsender Strombedarf durch Wärmepumpen und E-Autos: Enphase rüstet europäische Heimspeicher mit Notstromfunktion nach
Sunrun bündelt Zehntausende Heimspeicher zu einem der größten virtuellen Kraftwerke Kaliforniens
Sonnen bietet Speicher ohne Solaranlage: Sonnen baut virtuelles Kraftwerk in Texas mit Heimspeichern aus
Entwicklung des Batteriespeichermarktes in Deutscdhland
Batteriespeicher-Boom in Litauen: Leistung steigt auf fast 1.200 MW - Ignitis und Emsys VPP erweitern Virtuelles Kraftwerk für Regelleistung
Hybridparks im Trend: Swisspower Renewables eröffnet Solarpark in Brandenburg - Wind und Solar an einem Netzanschluss
Batterieforschung: Fraunhofer-Hochenergiezellen behalten nach 1.000 Ladezyklen über 83 Prozent Kapazität

Abteilungsleiter (m/w / d) Projektentwicklung Wind UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH ...

Teamlead Payables Management (m/w / d) - deutschlandweit UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH ...

Projektmanager Sell Side M&A / Transaktionen – Erneuerbare Energien (m/w / d)
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen