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Agora-Analyse zeigt Schwachstellen auf: Deutschland beim Klimaschutz trotz Fortschritten bei E-Autos und Wärmepumpen noch zu langsam
Berlin - Deutschland hat 2025 seine Treibhausgasemissionen nur leicht reduziert: Um 9 Millionen Tonnen CO2 (1,5 %) sanken sie auf insgesamt 640 Millionen Tonnen. Damit liegt die Emissionsminderung deutlich unter dem Vorjahresniveau und reicht gerade aus, um das nationale Jahresemissionsziel einzuhalten, so die Agora Energiewende. Besonders problematisch sind danach die Sektoren Verkehr und Gebäude, wo die Emissionen stiegen, weil der Umstieg auf E-Autos und Wärmepumpen nur schleppend vorankommt.
Trotzdem gibt es Fortschritte bei den erneuerbaren Energien: Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch stieg auf 55,3 Prozent, Solarstrom lieferte erstmals mehr Strom als Braunkohle-, Steinkohle- oder Gaskraftwerke jeweils einzeln. Auch der Absatz von E-Autos und Wärmepumpen nahm zu: Rund 545.000 E-Autos wurden neu zugelassen, und erstmals wurden mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft.
Julia Bläsius, Direktorin von Agora Energiewende, betont: „Wind- und Solarenergie bleiben auch 2025 das Rückgrat der Energiewende in Deutschland. Allerdings kann der Stromsektor - bisher das Zugpferd der Emissionsminderung - die Versäumnisse beim Umstieg auf Klimatechnologien in Verkehr und Gebäuden nicht dauerhaft ausgleichen.“
Sie weist darauf hin, dass gezielte Förderungen, ein verlässlicher CO2-Preispfad und ein schnellerer Netzausbau notwendig sind, damit Haushalte, Unternehmen und die Industrie erneuerbaren Strom zum Heizen, Fahren und für die Produktion nutzen können.
Die Agora-Analyse zeigt: Deutschland hält das Klimaziel für 2025, doch um die 2030-Vorgaben zu erreichen, müssten ab 2026 jährlich rund 36 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – etwa viermal so viel wie 2025. Bläsius hebt hervor, dass Gesetzesreformen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) und im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entscheidend sind, um die Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien zu stärken und die Energiewende in allen Sektoren voranzubringen.
© IWR, 2026
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