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Eine Milliarde Euro für Lkw-Ladeinfrastruktur: BMV beschleunigt Ausbau im elektrischen Schwerlastverkehr
Berlin – Im Rahmen der Verkehrswende setzt das Bundesministerium für Verkehr (BMV) auf einen offenen Transformationspfad und unterstützt sowohl batterieelektrische Lösungen als auch wasserstoffbasierte Ansätze.
Für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge hat das BMV nun eine neue Förderrichtlinie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge gestartet. Über einen Zeitraum von vier Jahren stehen insgesamt eine Milliarde Euro bereit. Gefördert werden Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen sowie öffentlich zugängliche Ladepunkte. Förderfähig sind dabei auch Netzanschlüsse, Batteriespeicher und Ladelastmanagementsysteme.
Ziel ist der Aufbau der Infrastruktur für den Einsatz batterieelektrischer Nutzfahrzeuge im Güterverkehr.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte: „Der schwere Straßengüterverkehr ist unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort Deutschland – zugleich steht er vor der Aufgabe, klimafreundlich zu werden. Mit unserem milliardenschweren Förderprogramm schaffen wir jetzt die Voraussetzungen für einen zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur und erleichtern Speditionen sowie Logistikunternehmen den Umstieg auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge.“
Zum Start der Förderung wird ein Fördervolumen von insgesamt 200 Millionen Euro für drei Förderaufrufe bereitgestellt. Der erste Aufruf richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen für nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur; Anträge sind ab dem 5. Juni 2026 möglich, die Bewilligung erfolgt in Reihenfolge des Antragseingangs. Ein weiterer Förderaufruf gilt für alle Unternehmen im Bereich nicht-öffentlicher Ladeinfrastruktur; Anträge können vom 26. Mai bis zum 7. Juli 2026 gestellt werden, die Auswahl erfolgt im wettbewerblichen Verfahren. Der dritte Förderaufruf betrifft öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur mit identischem Antragszeitraum und anschließender wettbewerblicher Vergabe.
Über 2026 hinaus sind weitere Förderaufrufe innerhalb der vierjährigen Laufzeit vorgesehen, angepasst an die Marktentwicklung.
Bei den wettbewerblichen Verfahren ist der Fördereuro je aufgebaute Ladeleistung das zentrale Bewertungskriterium.
Das Programm ist Teil des Masterplans Ladeinfrastruktur 2030. Parallel fördert das BMV den Aufbau von Wasserstofftankstellen im Schwerlastverkehr für Nutzfahrzeuge mit wasserstoffbasierten Antrieben.
© IWR, 2026
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06.05.2026

