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Forschungsprojekt: Drohnen erfassen technischen Zustand von PV-Anlagen

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Nürnberg - 2018 hat das Helmholtz-Institut Erlangen Nürnberg das Forschungsprojekt COSIMA gestartet, an dem als weitere Partner u.a. die N-Ergie Aktiengesellschaft, DHG Engineering GmbH, IRCAM GmbH, Rauschert Heinersdorf-Pressig GmbH und die Technische Hochschule Nürnberg (Institut ELSYS) beteiligt sind.

Ziel des Projektes ist die Kontrolle und Vorhersage der Erträge von Solarparks durch eine effiziente und intelligente Inspektion, die Handlungsempfehlungen für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb von Photovoltaikanklagen liefert.

Um ein zunächst ein möglichst genaues Bild vom Zustand einzelner PV-Module zu erhalten, überfliegt eine Drohne automatisch die zu kontrollierende PV-Anlage und prüft mit einer Hochleistungskamera deren Leistungsfähigkeit – einerseits visuell, andererseits im Thermografie- und Elektrolumineszenz-Verfahren. Etwaige Fehler wie die Degradationen und Risse sollen so zuverlässig aufgedeckt werden. Auch Verschmutzung und Glasbruch, die häufig zu einer Leistungsverminderung der Module führen, sollen durch die Drohneninspektion automatisch erkannt werden, vor allem an weitläufigen oder schlecht erreichbaren Anlagen.

Ein Schwerpunkt des Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Software, mit der die großen Datenmengen der hochauflösenden Bilder, der Leistungs-, Wetter- und sonstigen Messungen verarbeitet werden können. Ergebnis der umfassenden Datenanalyse ist eine konkrete Empfehlung für jedes einzelne Modul: Automatisiert wird geprüft, ob sie unter Berücksichtigung der zu erwartenden Kosten und Ertrag ausgetauscht werden oder vor Ort verbleiben können.

Um Erfahrungen darüber zu sammeln, wie sich die Daten optimal erheben lassen und um Material für die Erprobung der Software zu gewinnen, fanden bis August 2020 bereits 56 Befliegungen von verschiedenen Photovoltaik-Anlagen (20 kWp bis 10 MWp) statt. Der Abschluss des Projekts ist bis zum 30. Juni 2021 geplant.

© IWR, 2020

28.09.2020