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Hochspannungsmast in Brand: Tesla stoppt Autoproduktion nach mutmaßlichem Anschlag auf Stromversorgung in Grünheide

© Tesla© Tesla

Münster - Gegen 05:15 Uhr wurde die Polizei heute (05.03.2024) wegen eines brennenden Strommastens in einem Ortsteil von Gosen-Neu Zittau in der Nähe des Teslawerks Grünheide in Brandenburg alarmiert.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei Brandenburg haben am frühen Dienstagmorgen bisher unbekannte Täter den Hochspannungsmast zwischen Steinfurt und Hartmannsdorf in Brand gesetzt. Das Feuer hat die Hochspannungsleitung so stark beschädigt, dass die Stromversorgung für die umliegenden Ortschaften und die nahegelegene Tesla-Fabrik ausgefallen ist. Die Produktion im Werk steht seither still. Zudem wurde das Werk evakuiert und die Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt.

Nach Angaben des Netzbetreibers Edis können durch die eingeleiteten Umschaltmaßnahmen mittlerweile alle betroffenen Gemeinden mit Ausnahme der Teslaproduktion und eines Logistikzentrums wieder mit Strom versorgt werden. Edis-Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort und bereiten gemeinsam mit Partnerfirmen, die Reparatur der betroffenen Schadensstelle am Hochspannungsmast vor. Medienberichten zufolge rechnet die deutsche Tesla-Geschäftsführung damit, dass die Produktion für den Rest der Woche stillstehen wird.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen führt der Staatsschutz des Landeskriminalamts Brandenburg. Nahrung erhält der Verdacht der Brandstiftung durch ein Schreiben der linksextremistischen Vulkangruppe, die sich nach Medienangaben zu dem „Anschlag auf die Stromversorgung“ bekannt hat und darin ihren Protest gegen den US-Autobauer ausdrücken will.

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat den mutmaßlichen Anschlag auf den Hochspannungsmast verurteilt und ein konsequentes Durchgreifen des Rechtsstaats angekündigt. „Es handelt sich offenbar um einen schweren Anschlag auf unsere kritische Infrastruktur - mit Konsequenzen für Tausende Menschen sowie viele kleine und große Betriebe in unserem Land. Anschläge auf die kritische Infrastruktur sind eine Form von Terrorismus. Es braucht jetzt ein konsequentes Durchgreifen des Rechtsstaats. Sollte sich der Verdacht eines terroristischen Anschlages erhärten, wird der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehmen müssen“, so Woidke.

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05.03.2024