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Juwi setzt auf Repowering: Zwei neue Juwi-Windräder steigern Ertrag um den Faktor 2,5 - Anlagenzahl halbiert
Wörrstadt/Mannheim - Im Windpark Minfeld in Rheinland-Pfalz sind zwei neue Windenergieanlagen vom Typ Vestas V162 mit einer Leistung von jeweils sechs Megawatt in Betrieb genommen worden.
Sie ersetzen im Rahmen eines Repowering-Projekts vier ältere 1,5-Megawatt-Anlagen aus dem Jahr 2004 und speisen ab sofort rund 30 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr in das Netz ein - genug, um etwa 10.000 Haushalte zu versorgen. Damit steigt der Ertrag des Windparks um den Faktor 2,5, obwohl die Zahl der Anlagen halbiert wurde.
Geplant und errichtet wurde das Repowering-Projekt von der Juwi GmbH, betrieben werden die Anlagen von der MVV Windenergie GmbH, einer Schwestergesellschaft von Juwi.
Die neuen Anlagen haben eine Nabenhöhe von 169 Metern und verfügen über einen Rotordurchmesser von 162 Metern. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung sparen sie laut Juwi rund 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Das Repowering, bei dem ältere Windmühlen durch moderne, leistungsstarke und damit ertragreichere Anlagen ersetzt werden, bringe der Energiewende neuen Schwung und sorge zugleich dafür, dass die Zahl der Windräder nicht ins Unermessliche steige, betont Juwi-Geschäftsführer Christian Arnold, der für das operative Geschäft in Deutschland bei Juwi zuständig ist.
Mit Minfeld baut MVV ihr Windkraft-Portfolio weiter aus. Insgesamt hat JUWI seit dem ersten Projekt 2010 im Rhein-Hunsrück-Kreis 40 Repowering-Projekte umgesetzt und dabei 135 Altanlagen durch 121 moderne Windturbinen ersetzt. Die kumulierte Leistung stieg dadurch von 131 auf 443 Megawatt. Die Nennleistung erhöhte sich somit im Durchschnitt um den Faktor 3,4. Die Ertragssteigerung dürfte aufgrund der größeren Nabenhöhen neuer Anlagen allerdings noch stärker ausgefallen sein.
„Mit dem von Juwi realisierten Repowering optimieren wir unser Erzeugungsportfolio, stärken die regionale Wertschöpfung und erhöhen die Unabhängigkeit von internationalen Energiemärkten und deren Preisschwankungen“, so Ernst Kauder, Geschäftsführer MVV Windenergie GmbH.
„Jedes Windrad ist ein wichtiges Signal für den dringend notwendigen Ausbau der Windenergie. Der Ausbau der erneuerbaren Energien bleibt ein wichtiger Pfeiler der nachhaltigen und zuverlässigen Energieversorgung in Rheinland-Pfalz“, ergänzt Arnold. Juwi hat seit der Firmengründung vor 30 Jahren in Rheinland-Pfalz über 600 Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 Megawatt errichtet und kommt damit dort nach eigenen Angaben auf einen Marktanteil von mehr als 35 Prozent.
© IWR, 2026
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