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Potenzialanalyse: Studie zur Wasserstoffwirtschaft in Nordfriesland vorgestellt
Husum - Der Kreistag Nordfriesland und die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) haben eine Studie zur Analyse der Potenziale einer Wasserstoffwirtschaft in Nordfriesland in Auftrag gegeben. Auftragnehmer war die IPP ESN Power Engineering GmbH (Kiel) in Kooperation mit der SKL Engineering & Contracting GmbH (Hannover).
Im Ergebnis zeigte sich, dass die Herstellung von Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom besonders für Windkraftanlagenbetreiber an der Westküste Schleswig-Holsteins mit ihrem Überangebot an Grünstrom wirtschaftliche Potenziale bietet. „Die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse mit Hilfe von Windstrom kann sich zu einem neuen Geschäftsmodell für Windparkbetreiber entwickeln“, so EE.SH-Projektmanagerin Sina Clorius.
Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit einer wasserstoffgestützten Mobilität kommen die Autoren in der Studie unter der Annahme, dass sich fossile Brennstoffe verteuern und alternative Technologien wegen höherer Stückzahlen günstiger werden zu dem Ergebnis, dass Triebwagen ab einem Wasserstoff-Herstellungspreis von 5,4 Euro pro Kilogramm (aktuell 6 bis 9 Euro) wirtschaftlich fahren. Für den Fall, dass keine adäquate CO2-Bepreisung erfolgt, besteht laut Studie auch in einigen Jahren weiterhin ein Unterstützungsbedarf für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Zu bedenken sei jedoch, dass eine EU-Richtlinie ab 2025 verbindliche Anteile für Fahrzeuge mit klimaneutralen Antrieben in den Fuhrparks der öffentlichen Hand und öffentlicher Unternehmen vorschreibe.
© IWR, 2026
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11.10.2019