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Projekte von Bosch, Sunfire, Daimler: EU-Kommission genehmigt 41 Wasserstoff-Großprojekte
Berlin - Der EU-Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft nimmt erste sichtbare Konturen an. Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, hat heute die Genehmigung der ersten 41 Projekte des „IPCEI Wasserstoff“ bekannt gegeben. Mit dabei sind auch vier erste Projekte aus Deutschland.
Diese ersten vier deutschen Wasserstoff-Projekte dürfen nun auf Basis der beihilferechtlichen Genehmigung staatlich gefördert werden, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit.
Die 41 integrierten Projekte gehören zur Technologiewelle, genannt „IPCEI Hy2Tech“. Das IPCEI Wasserstoff ist ein europäisches Projekt, an dem insgesamt 24 Mitgliedstaaten und Norwegen beteiligt sind. In Deutschland stehen für das Projekt in Summe über acht Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
Die heute erteilte Genehmigung betrifft die Technologiewelle. Die Genehmigung der Industrieprojekte wird für Herbst 2022 erwartet.
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert von Bosch das Projekt "BoschPowerUnits“. Im Fokus stehen hier stationäre Brennstoffzellen-Systeme auf Festoxid-Basis. Die Systeme dienen der modularen und vernetzten Erzeugung von Strom und Wärme durch Wasserstoff.
Mit „Sunfire1500“ der Sunfire GmbH darf zudem eine Produktionslandschaft gefördert werden, die Elektrolyseure der Alkali- (AEL) und der Hochtemperatur-Technologie (SOEC) in Serienfertigung bringt. Der wesentliche Investitionsstandort für die Fabriken wird Sachsen sein, für AEL auch anteilig NRW.
Zwei weitere Projekte können durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert werden. Das Projekt "Pegasus" der Daimler Truck AG zielt darauf ab, mit auf Brennstoffzellen basierenden Antriebssträngen von Zugmaschinen/Anhänger-Kombinationen den grenzüberschreitenden Güterverkehr auf dem Landweg zu dekarbonisieren und gleichzeitig die wichtigsten Leistungskriterien sowie die Flexibilität der Zugmaschinen beizubehalten.
Das Projekt "NextGen HD Stack" von EKPO Fuel Cell Technologies wird eine neue Generation von leistungsstarken Brennstoffzellen-Stackmodulen entwickeln und deren Kommerzialisierung vorantreiben. Die Haupteinsatzbereiche der neuen Stack-Technologie sind neben Nutzfahrzeugen auch Busse, Schiffs- und Bahnanwendungen sowie die stationäre Stromerzeugung.
© IWR, 2026
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