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Start von Gebäudeenergie- und Wärmeplanungsgesetz: BDEW fordert beschleunigte Modernisierung von Heizungen und Umbau der Netze
Berlin - Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) sind zum 01. Januar 2024 die beiden maßgeblichen Gesetze in Kraft getreten, die zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors führen sollen.
Angesichts der großen Herausforderungen, die noch bestehen, fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nach dem insbesondere beim GEG holprigen Gesetzgebungsverfahren, nach vorne zu blicken. „Denn die eigentliche Arbeit liegt noch vor uns: Jetzt müssen aus Paragrafen Heizungen werden“, so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Kerstin Andreae.
Gut die Hälfte der Haushalte in Deutschland heizt noch mit Erdgas, rund ein Viertel mit Öl. Diese Haushalte sollen in den kommenden rund 20 Jahren auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden. Zudem ist Jede dritte Heizung älter als 20 Jahre und damit alles andere als energieeffizient. Gleichzeitig muss Strom grün, Fernwärme dekarbonsiert und aus Erdgas Wasserstoff werden. Diese Herausforderungen müssten nun angegangen werden, fordert Andreae.
Die größte Aufgabe der kommenden Jahre im Wärmemarkt ist aus BDEW-Sicht als Basis für die Wärmewende allerdings der Aus- und Umbau der Infrastruktur. „Zentral ist deshalb, dass der Aus- und Umbau der verschiedenen notwendigen Netzinfrastrukturen effizient und abgestimmt geplant und umgesetzt wird. Die Erstellung der kommunalen Wärmepläne ist hier ein erster, notwendiger Schritt. Entscheidend ist nun, dass Planung und Umsetzung Hand in Hand gehen. Wenn wir erst dann mit dem Ausbau der Infrastrukturen beginnen, wenn die Wärmeplanung abgeschlossen ist, verlieren wir wertvolle Zeit“, betont Andreae. Deshalb sollten die Kommunen die regionalen Netzbetreiber von Anfang an eng in die kommunale Wärmeplanung miteinbeziehen.
Für die enormen Infrastrukturinvestitionen, die für die Wärmewende notwendig sind, fordert der BDEW zudem Planungssicherheit und eine finanzielle Absicherung. Dafür brauche es von der Bundesregierung einen Förderrahmen, der den Netzbetreibern die notwendigen Investitionen ermögliche. „Das gilt insbesondere für die Bundesförderung effiziente Wärmenetze. Trotz der angespannten Haushaltslage muss die Bundesregierung die Finanzierung der Fördermittel unbedingt sicherstellen und verstetigen - auch, um die Kosten für die Verbraucher im Griff zu halten“, so Andrea weiter.
Damit die Wärmewende zum Erfolg wird, müsse sie aber auch wieder einen besseren Ruf bekommen. Kein anderer Bereich der Energiewende rücke so nah an die Menschen heran und ist so stark auf das Handeln des Einzelnen angewiesen. „In Zukunft muss die Botschaft der Politik sein: Die Wärmewende kommt. Aber wir lassen euch finanziell nicht im Stich und wir geben euch ein festes Konzept an die Hand“, fasst Andreae zusammen.
© IWR, 2026
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