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Strukturwandel in der Lausitz: LEAG und EPNE planen 300 MW Solarpark in der Rekultivierung von Welzow-Süd
Cottbus - In Spremberg in Brandenburg hat die Stadtverordnetenversammlung nun grünes Licht für den Aufstellungsbeschluss für einen Solarpark mit einer Leistung von bis zu 300 Megawatt (MW) gegeben. Das Projekt „Hühnerwasser / Wolkenberg“ entsteht auf der Rekultivierungsfläche des Braunkohletagebaus „Welzow Süd“ in der Lausitz.
Entwickelt und umgesetzt wird das Großprojekt von EP New Energies (EPNE) im Auftrag und in Kooperation mit dem Kohlekonzern LEAG. Die Projektplanung sieht dafür Flächen in einem Umfang von insgesamt 350 Hektar im Rekultivierungsgebiet zwischen Spremberg und Papproth vor. Nach dem Vorbild der PV-Parks Dissen und Kraftwerk Boxberg möchte EPNE auch bei diesem Projekt das Konzept eines Grünen Solarparks umsetzen.
„Dank der guten Vorbereitung unseres Projektentwicklers gemeinsam mit den Fachbereichen der LEAG können wir hier einen weiteren Schritt beim Ausbau unseres Grünstrom-Portfolios machen, das Grundlage für den erfolgreichen Transformationsprozess der LEAG hin zu einem modernen und breit aufgestellten Energie-, Infrastruktur und Service-Unternehmen ist“, freut sich der LEAG-Vorstandsvorsitzende Thorsten Kramer darüber, dass der Bau des Solarparks nun die erste Hürde genommen hat.
Das Begrünungskonzept für den Solarpark sieht eine ökologische Flächenaufwertung zugunsten der regionalen Biodiversität vor – kombiniert mit Maßnahmen zur Erhaltung sowie Weiterentwicklung bestehender Biotope und Strukturen. Großzügige Freibereiche für Offen- und Halboffenlandarten sowie Blühstreifen entlang der Wege sollen die Fläche aufwerten und gleichzeitig einen landschaftlichen Reiz bieten. Zusätzlich wird ein mindestens 60 Meter breiter Wildtierkorridor für Großsäuger angelegt, wobei die vorhandenen Strauch- und Gehölzstrukturen erhalten werden. „Damit fördern wir die ökologische Vielfalt und passen die Anlage durch landschaftsarchitektonische Maßnahmen in das Landschaftsbild ein“, so EPNE-Geschäftsführer Dominique Guillou.
Ziel der LEAG ist es, die heute 7 Gigawatt konventionelle Stromerzeugungsleistung vollständig durch erneuerbare Stromerzeugungsleistung abzulösen und diese weiter auszubauen. Die aktuelle Projektpipeline, die bislang zusammen von LEAG und EPNE entwickelt wurde, umfasst bereits jetzt Projekte im Umfang von zwei Gigawatt, die in der Planung und zum Teil in Genehmigungsverfahren sind.
© IWR, 2026
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