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Tasmaniens Incat liefert E-Schiffszukunft: Dänemark bestellt weltweit größte Elektrofähren in Australien - Beförderung von fast 1.500 Passagieren und 500 Fahrzeugen
Derwent Park - Incat Tasmania hat einen strategischen Großauftrag aus Europa an Land gezogen: Der australische Schiffbauer wird zwei der weltweit größten batterieelektrischen Hochgeschwindigkeitsfähren für den dänischen Fährbetreiber Molslinjen entwickeln und bauen. Die Schiffe, jeweils 129 Meter lang und mit Batteriesystemen von rund 45 MWh Batteriekapazität ausgestattet, sollen auf der stark frequentierten Kattegat-Verbindung zwischen Jütland und Seeland verkehren – einem der verkehrsreichsten Fährkorridore Europas.
Der Auftrag gilt als Meilenstein für den klimaneutralen Umbau des Seeverkehrs und ist Teil eines der bislang größten Elektrifizierungsprojekte auf See weltweit.
Mit der Fertigung dieser Schiffe untermauert Incat seine technologische Führungsrolle im Bereich emissionsfreier Großfähren. Das Unternehmen baut derzeit bereits an der „Hull 096“, einem batterieelektrischen Katamaran mit 130 Metern Länge. Das Schiff, bekannt als China Zorrilla, ist das derzeit weltweit größte batterieelektrische Schiff. Mit einer Batteriekapazität von über 40 MWh soll es zwischen Buenos Aires (Argentinien) und Montevideo (Uruguay) verkehren.
Neben der "Hull 096" arbeitet Incat auch an der „Hull 100“, einer hybriden 78-Meter-Fähre der nächsten Generation.
Um den neuen Auftrag zu erfüllen, bereitet Incat eine umfassende Erweiterung seines Werftgeländes in der Prince of Wales Bay in Hobart vor. In den kommenden drei Jahren soll die Produktionskapazität verdoppelt und die Belegschaft deutlich aufgestockt werden. Ziel ist es, künftig mehrere Großfähren pro Jahr zu liefern – eine entscheidende Antwort auf die weltweit steigende Nachfrage nach nachhaltigen Schiffsantrieben.
Die Fertigung der beiden Fähren beginnt in den kommenden Monaten, die Auslieferung des ersten Schiffs ist für Ende 2027 geplant. Die technischen Leistungsdaten verdeutlichen die Ambitionen: Jedes Schiff soll bis zu 1.483 Passagiere und 500 Fahrzeuge befördern können, bei einer Geschwindigkeit von über 40 Knoten. Die CO2-Einsparungen sollen sich auf mehrere Tausend Tonnen jährlich belaufen.
© IWR, 2026
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