
Senior Consultant (all people) – Kunden- & Produktmanagement Energiewirtschaft BBH Consulting AG

(Junior) Consultant im Bereich Konzessionen (m/w/d) Stadtwerke Ansbach GmbH

Referent Netzcontrolling (m/w/d)
Trügerische Gasspiele: Russland schickt vorläufig Gas durch Nord Stream 1 Pipeline
Münster - Nach den Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 1 fließt offenbar wieder russisches Gas nach Deutschland. Um 7 Uhr Moskauer Zeit wurde der Transport von russischem Gas nach Deutschland über die Ostsee-Pipeline wieder aufgenommen.
In der ersten Betriebsstunde sind 2 Millionen Kubikmeter durch die Gasleitung Nord Stream 1 gepumpt worden, in der zweiten Stunde 2,8 Millionen Kubikmeter, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Das entspricht einem Volumen von 67 Millionen Kubikmeter täglich wie vor der Wartung, d.h. 40 Prozent der Pipeline-Kapazität.
Die Schuld an der reduzierten Gaslieferung wird von Russland seit Wochen mit einer angeblich fehlenden Turbine begründet. Die Bundesregierung hält das für einen vorgeschobenen Grund.
Russland bastelt aber auch schon an der nächsten Begründung, um die Gaslieferungen erneut reduzieren zu können. Angeblich soll es nun Probleme an der Kompressorstation „Portovaya“ geben und im Zuge einer Revision müsste dann eine Gasförderanlage stillgelegt werden, so Interfax.
„Russland geht es mit dem permanenten Gas-Verwirrspiel nur darum, die Gaspreise immer wieder in die Höhe zu treiben, um die Inflation in Europa zu schüren und die Bevölkerung zu spalten,“ so IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch in Münster. Je höher die Gaspreise, desto weniger Gas muss Russland liefern, um dieselben Einnahmen zu generieren. Allnoch: “Ein völliger EU-Gasstopp erscheint derzeit aber eher unwahrscheinlich, weil die russischen Einnahmen in diesem Fall ganz wegbrechen würden und Präsident Putin freiwillig die Forderungen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj nach einem Gasembargo im Ergebnis erfüllen würde.“
Wie sehr die von Russland mit dem Verwirrspiel geschürte Unruhe und Angst die Gaspreise beeinflussen, das zeigt sich deutlich am bisherigen Preisverlauf. Allein die Sorge vor einem möglichen Lieferstopp reicht aus, dass die Gaspreise für den August-Future am TTF-Hub von Anfang Juni 2022 (80 Euro/kWh) in der Spitze auf 187 Euro/kWh Anfang Juli 2022 explodierten. Aktuell mit Stand heute (11:30 Uhr) liegen die Gaspreise für den August-Future bei 148 Euro/kWh (-4,2%). Gehen die Gaspreise weiter zurück, dürfte von Russland irgendwann die nächste Stufe des Gas-Verwirrspieles gezündet werden, mit welcher technischen Begründung auch immer.
© IWR, 2026
EJ: Forschungszentrum Jülich sucht Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in / Referent:in (m/w/d) im Bereich Energie Enercon schließt Rahmenvertrag über mehr als 440 MW in Kanada: Auslieferung der neuen E-175 EP5 E2 Windturbinen startet 2027
Scatec-Aktie seit dem Jahreswechsel 21 Prozent im Plus: Scatec nimmt 60-MW-Solarpark Tozeur in Tunesien in Betrieb
Routing Energy und 8.2 bündeln Kompetenzen: Routing Energy und 8.2 arbeiten bei unabhängigem Condition Monitoring von Windenergieanlagen zusammen
Windmesse WindEurope 2026 : VSB setzt auf Repowering und Hybridparks für schnelleren Windenergieausbau in Europa
Mega-US-Windprojekt SunZia Wind speist erstmals ein: Pattern Energy startet Inbetriebnahme von 3,5-GW-Windpark in New Mexico
Das könnte Sie auch noch interessieren
Job: Forschungszentrum Jülich sucht Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in / Referent:in (m/w/d) im Bereich Energie Stromtarife-Haushalte vergleichen - strompreisrechner.de
Solarenergie in Deutschland
EU-Windenergie-Stromerzeugung
21.07.2022



