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Ballard Power Aktie unter Druck: Ballard Power steigert Umsatz und reduziert Verluste in Q3 2025 - Aktie verliert zweistellig
Vancouver (Kanada) - Der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power Systems hat im dritten Quartal 2025 den Umsatz auf 32,5 Mio. USD gesteigert, ein Plus von 120 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q3/2024: 14,8 Mio. USD).
Das bereinigte EBITDA ist mit -31,2 Mio. USD zwar weiterhin negativ, fällt aber um etwa 48 Prozent besser aus als im Vorjahresquartal (Q3/2024: -60,1 Mio. USD). Den Nettoverlust konnte Ballard Power um etwa 86 Prozent auf -28,1 Mio. USD verbessern (Q3/2024: -204,5 Mio. USD). Damit ergibt sich pro Aktie ein Verlust von -0,09 USD (Q3/2024: -0,68 USD/Aktie).
Haupttreiber waren laut Ballard Power Lieferungen an Bus- und Bahnsektoren in Nordamerika und Europa. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 15 Prozent, gestützt durch Produktkostensenkungen und die Reduzierung belastender Vertragsrückstellungen (Q3/2024: -56 %).
Der Netto-Auftragseingang lag bei 19,1 Mio. USD, unter anderem durch den größten Marineauftrag an eCap & Samskip. Diese Auslieferungen hatten einen Wert von 32,5 Mio. USD. Insgesamt ergibt sich damit ein Auftragsbestand zum Quartalsende von 132,8 Mio. USD, was gegenüber dem Vorquartal einem Rückgang von 9 Prozent entspricht.
Finanziell zeigen sich Fortschritte bei der Kostensenkung: Ballard Power betont, dass die Cash-Betriebskosten um 40 Prozent und Gesamtbetriebskosten um 36 Prozent reduziert wurden, ohne Umstrukturierungskosten sogar um 55 Prozent.
Das Unternehmen schließt das Quartal mit 525,7 Mio. USD an Zahlungsmitteln ab. Für 2025 erwartet Ballard, dass die Gesamtbetriebskosten ohne Umstrukturierungskosten unter dem unteren Ende der bisherigen Prognosespanne von 100 bis 120 Mio. USD liegen. Einschließlich Umstrukturierungskosten erwartet Ballard Power, dass diese am oberen Ende dieser Spanne liegen. Die Investitionsausgaben wurden von ursprünglich 15 bis 25 Mio. USD auf nun 8 bis 12 Mio. USD deutlich gesenkt.
Trotz der insgesamt positiven Ergebnisse bewerten Analysten das Unternehmen unterschiedlich: Einige sehen Wachstumspotenzial, andere mahnen die weiterhin niedrige Profitabilität, ein rückläufiges Auftragsbuch und den konservativen Ausblick an. Die Aktie gerät gestern unter Druck und verliert zweistellig um 10,2 Prozent auf 2,65 Euro (13.11.2025, Schlusskurs, Börse Stuttgart).
© IWR, 2026
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