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Quartalsbilanz: Envitec Biogas mit planmäßigem ersten Quartal, Dividende bleibt – Kritik an THG-Referentenentwurf
Lohne - Die Envitec Biogas AG hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2025 veröffentlicht. Im Rahmen der Hauptversammlung haben die Aktionäre zudem eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen.
Im ersten Quartal 2025 erzielte Envitec einen Umsatz von 85,3 Mio. Euro nach 80,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 8,5 Mio. Euro, was unter dem Wert des Vorjahreszeitraums liegt (Q1 24: 14,5 Mio. Euro), vor allem bedingt durch Einmaleffekte im Segment Energy und eine schwächere Entwicklung im Anlagenbau. Für das Gesamtjahr erwartet das Biogasunternehmen einen Umsatz zwischen 330 und 370 Mio. Euro sowie einem EBT zwischen 25 und 35 Mio. Euro (2024: 352,2 Mio. Euro Umsatz, 44,0 Mio. Euro EBT). Die Aktionäre stimmten dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat in Höhe von 0,50 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu. Finanzvorstand Jörg Fischer erläuterte: „Angesichts der derzeit vorherrschenden ambivalenten Rahmenbedingungen sowie des fortlaufenden Investitionsprogramms haben wir eine maßvolle Dividendenpolitik gewählt. So bewahren wir uns die notwendige finanzielle Flexibilität, um auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.“
Deutliche Worte fand CEO Olaf von Lehmden zur aktuellen Gesetzeslage: „Die THG-Quotenpreise verharren weiterhin auf niedrigem Niveau, und der aktuelle Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums zur Treibhausgasminderungsquote bleibt hinter den Erwartungen zurück.“ Besonders kritisch sieht Envitec die geplante Abschaffung der Doppelanrechnung ab 2026 bei gleichzeitiger Beibehaltung der Dreifachanrechnung für Elektromobilität. Dies sei „ein massiver Eingriff in bestehende Geschäftsmodelle – mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen.“ Zugleich betonte von Lehmden die Chancen des Marktes: „Wir haben allein in Deutschland ein Biomethanproduktionspotential von 200 TWh.“
Die Hauptversammlung bestätigte Franz-Josef Wiese für eine Amtszeit bis 2027 als ordentliches Aufsichtsratsmitglied. Wiese war zuvor bereits gerichtlich bestellt worden, nachdem Silvia Breher ihr Mandat aufgrund ihres Wechsels ins Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat niedergelegt hatte.
© IWR, 2026
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