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RWE schließt PPA für Nordseecluster A ab: Flughafen München sichert sich über zehn Jahre Offshore-Windstromkontingent von RWE
Essen - Die Bedeutung von langfristigen Stromlieferverträgen wächst, da Unternehmen im Zuge nachhaltiger Energie- und Klimastrategien, aber auch wegen der besseren wirtschaftlichen Planungssicherheit verstärkt auf Grünstrom setzen.
Ein aktuelles Beispiel ist der Flughafen München, der mit dem Energieerzeuger RWE einen zehnjährigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) über den Bezug von Offshore-Windstrom abgeschlossen hat.
Der Vertrag umfasst eine jährliche Lieferung von 40 Mio. kWh (40 GWh) Strom aus dem Offshore-Windpark Nordseecluster A, der rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist entsteht. Die installierte Kapazität des Parks beträgt 660 Megawatt. Die Menge an Grünstrom entspricht laut RWE dem Jahresbedarf von etwa 12.000 Haushalten.
Der PPA dient nicht nur der Energieversorgung des Flughafens, sondern ist auch ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie „NetZero 2035“. „Der zusätzliche Grünstrom leistet einen wesentlichen Beitrag zur eigenen Energieversorgung, gleichzeitig wird er durch die Einsparung von ca. 13.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr wesentlich zur Erreichung der flughafeninternen Klimaziele beitragen“, erklärte Dr. Jan-Henrik Andersson, CCO und CSO der Flughafen München GmbH.
Ulf Kerstin, Chief Commercial Officer bei RWE Supply & Trading, betonte den Stellenwert solcher Verträge: „Stromlieferverträge wie dieser mit dem Flughafen München sind für uns ein wichtiger Schritt, um die Dekarbonisierung in Deutschland zu beschleunigen und gleichzeitig die Versorgung langfristig sicherzustellen. Mit großangelegten Offshore-Projekten wie dem Nordseecluster können wir zuverlässig mehr CO2-freien Strom ins Netz bringen und damit den Aufbau eines stabilen und zukunftsfähigen Energiesystems unterstützen.“
Nordseecluster A ist das erste Teilprojekt eines insgesamt 1.600 MW Leistung umfassenden Offshore-Windparkkomplexes. Der Bau von Nordseecluster A läuft bereits. Für 2026 ist die Installation der 44 Turbinen geplant, der kommerzielle Betrieb soll Anfang 2027 starten. Das zweite Teilprojekt, Nordseecluster B, mit 900 MW Leistung folgt ab 2029. Beim Nordseecluster handelt sich um ein gemeinsames Offshore-Windprojekt von RWE (51 %) und Norges Bank Investment Management (49 %). RWE übernimmt Planung, Bau und Betrieb über den gesamten Lebenszyklus der Offshore-Windparks.
© IWR, 2026
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