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Slowakei setzt auf Biomethan: Envitec nimmt erste Aufbereitungsanlage in Betrieb - zweite Anlage in Planung
Lohne/Saerbeck - Die Envitec Biogas AG hat ihre erste Gasaufbereitungsanlage in der Slowakei erfolgreich in Betrieb genommen. In Bierovce speist die Envithan-Anlage mit einer Kapazität von 449 Nm3/h nun erstmals aufbereitetes Biomethan in das lokale Gasnetz ein. Eigentümer des Projekts ist der regenerative Energieversorger und Betreiber Energe s.r.o.
Realisiert wurde das Projekt auf der Basis einer bestehenden Biogasanlage, die zu 70 Prozent mit Lebensmittel- und biologischen Industrieabfällen, Hühnermist sowie Mais- und Grassilage betrieben wird. Die eingesetzte Envithan-Membrantechnologie wurde gemeinsam mit Evonik entwickelt und erreicht Methanqualitäten von bis zu 98 Prozent – ein Wert, der die Zudosierung von fossilem Propans weitgehend verzichtbar macht.
Der Kunde profitiert beim Betrieb der Anlage nicht nur von der technischen Erfahrung, sondern auch von der logistischen Nähe: Die tschechische Envitec-Niederlassung in Velké Meziříčí übernimmt Wartung und Service – schnell und kosteneffizient.
Ein zweites Biomethan-Projekt in der Slowakei ist bereits in der Umsetzung. In Ožďany entsteht derzeit eine weitere Envithan-Gasaufbereitungsanlage mit 417 Nm3/h Kapazität. „Die seit 14 Jahren bestehende Biogasanlage wird mit Kuh- und Hühnermist betrieben“, so Stefan Laumann, Leiter der Gasaufbereitung bei Envitec Biogas. Der Kunde, das Landwirtschaftsunternehmen Cita Via s.r.o., will künftig jedoch sukzessive auf Abfallstoffe als Input umstellen. Die Envithan Gasaufbereitungsanlage befindet sich bereits in der Fertigung in Saerbeck. Mit der Anlage möchte Cita Via 750 Nm3/h Biogas zu Biomethan verarbeiten und in Zukunft auf eine maximale Produktion von 1.300 Nm3/h Biogas ausbauen.
Die slowakische Regierung plant in den kommenden Jahren massive Investitionen in erneuerbare Energien. Insbesondere der Erzeugung von Biomethan kommt dabei nach einer Zielmarktanalyse der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eine große Bedeutung zu. Für den Neubau von EE-Anlagen stehen demnach 103 Mio. Euro Fördermittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds zur Verfügung. „Diese Ausbauvorhaben eröffnen uns positive Marktaussichten“, erklärt Maurice Markerink, Geschäftsführer Envitec Anlagenbau. Laut BMWK-Analyse besteht bei 34 bestehenden Anlagen in der Slowakei Potenzial zur Biomethanproduktion.
© IWR, 2026
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