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Studie zu Grünem Wachstum: 30 Prozent der Regionen können Wirtschaftswachstum und CO2-Emissionen entkoppeln
Potsdam - Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass es immer mehr Regionen auf der Erde gelingt, wirtschaftlich zu wachsen und gleichzeitig CO2-Emissionen zu reduzieren.
Eine entscheidende Rolle für die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und CO2-Emissionen spielen dabei laut PIK nationale und regionale Klimaschutzmaßnahmen.
Während sich frühere Studien zur Entkopplung von CO2-Emissionen und Wirtschaftswachstum in erster Linie auf Staaten oder einzelne Städte konzentrierten, haben die PIK-Forschenden einen detaillierteren Ansatz gewählt, ohne dabei die globale Dimension aus den Augen zu verlieren.
Für die Studie wurden Daten der vergangenen 30 Jahre von über 1.500 Regionen in aller Welt analysiert und aufgezeigt, dass es bei etwa 30 Prozent der Regionen gelungen ist, die CO2-Emissionen zu senken und gleichzeitig ihr Wirtschaftswachstum zu fördern. Da es noch keine weltweiten Daten zu konsumbedingten Emissionen auf regionaler Ebene gibt, bildet die Studie zwar nicht die Auswirkungen des internationalen Handels ab, bietet aber dennoch wichtige Einblicke in die weltweiten Trends der Entkopplung.
„Vor allem Städte in der EU, die Klimaschutzpläne umgesetzt haben, und Regionen, deren Klimamaßnahmen zunehmend finanziell gefördert wurden, weisen höhere Entkopplungsraten auf“, so Maria Zioga, PIK-Forscherin und Hauptautorin der Studie. „Europa schneidet durchweg besser ab als andere Teile der Welt und viele der europäischen Regionen weisen in den letzten 20 Jahren einen kontinuierlichen Trend zur Entkopplung auf. Im Gegensatz dazu schwankten die Entkopplungsmuster in Nordamerika und Asien im Laufe der Jahrzehnte eher“, ergänzt Zioga.
Die Forschenden ermittelten auch das jeweilige Jahr, in dem die Netto-Null-Emissionen in den Regionen jeweils erreicht werden könnten, indem sie vergangene Entkopplungstrends analysierten. „Die Industrieländer werden diese Ziele wahrscheinlich früher erreichen als andere, aber insgesamt sind die jüngsten Trends nicht ausreichend, um bis Mitte des Jahrhunderts Netto-Null-Emissionen zu erreichen“, schlussfolgert Studienautor Maximilian Kotz, zum Zeitpunkt der Studie Wissenschaftler am PIK.
„Wenn die derzeitigen Entkopplungsraten anhalten, wird weniger als die Hälfte der Regionen in der Lage sein, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Auf allen Ebenen müssen deshalb größte Anstrengungen unternommen werden, und insbesondere die Industrieländer sollten ihr Engagement und Investitionen in die Energiewende im globalen Süden erhöhen, um die Netto-Null-Ziele weltweit zu erreichen“, betont er.
© IWR, 2026
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