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Eon setzt beim Redispatch 2.0 auf Software von Energy & Meteo Systems

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Oldenburg – Mit den neuen Regeln zur Integration erneuerbarer Energien in die Stromnetze sind neue Anforderungen an die Verteilnetzbetreiber verbunden. Das Energieunternehmen Eon setzt in Zukunft auf eine maßgeschneiderte, modulare Redispach-Lösung des Oldenburger Energiedienstleisters Energy & Meteo Systems.

Die neuen Regelungen zum erweiterten Redispatch-Prozess (Redispatch 2.0) sind im Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) verankert und ab Oktober 2021 umzusetzen. Das betrifft Anlagenbetreiber, Direktvermarkter und auch Netzbetreiber. Für das Netzengpass-Management müssen bis 2021 ganz neue Prozesse abgebildet werden.

Redispatch 2.0: Senkung der Netzengpässe im Fokus
Redispatch 2.0 ist ein wichtiger Meilenstein bei der Integration von erneuerbaren Energien in die deutschen Stromnetze. Manfred Grupe, Projektleiter Redispatch bei Eon: „Redispatch 2.0 ist ein großes und sehr wichtiges Projekt für Eon. Wir müssen viele Prozesse neu entwickeln und etablieren. Aufgrund der vielen Windkraft- und Solaranlagen in unseren Netzen müssen wir dabei auch gewaltige Datenströme verarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass die Plattform-Lösung von Energy & Meteo Systems die anstehenden Aufgaben sicher bewältigen kann.“

Eon erhält vom Oldenburger Energiedienstleister eine maßgeschneiderte Lösung. Das eigens entwickelte Redispatch-System heißt FuturePowerFlow. Die Software-Architektur ermöglicht je nach Anforderung flexibel einsetzbare Module und kann verschiedenste Akteure auf einer gemeinsamen Plattform verbinden.

Redispatch 2.0 - Umfangreicher Funktionsumfang notwendig
Zum Funktionsumfang des Systems gehören alle wichtigen Prozesse der neuen Redispatch 2.0-Anforderungen. Dazu zählen unter anderem die Netzwerkanalyse und die Engpassbestimmung unter Berücksichtigung von Prognosedaten sowie die Bestimmung von Topologie-Schaltmaßnahmen und Redispatch-Dimensionierungen bei gleichzeitiger Ermittlung von Flexibilitätsbeschränkungen.

Die neuen Anforderungen beinhalten zudem umfangreiche Kommunikations- und Datenaustauschprozesse mit anderen Netzbetreibern („NKK“-Mechanismus) und den Einsatzverantwortlichen, insbesondere den Anlagenbetreibern („PVK“-Mechanismus). Die FuturePowerFlow-Plattform realisiert diese Kommunikation entsprechend der Vorgaben des Standards Connect+ für den einheitlichen Datenaustausch zwischen Netzbetreibern, so Energy & Meteo Systems.

Über die Regelungen zum erweiterten Redispatch-Prozess (Redispatch 2.0)
Am Redispatch der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zur Vermeidung von Netzengpässen nehmen derzeit nur Erzeugungsanlagen mit mehr als 10 MW teil. Künftig soll die Grenze deutlich sinken und alle Erzeugungsanlagen in Redispatch-Maßnahmen eingebunden werden, deren installierte Leistung ab 100 kW beträgt. Unter die neue Regelung fallen dann auch Erneuerbare-Energien-Anlagen sowie Speichersysteme ab der neuen Leistungsgrenze.

© IWR, 2020


22.09.2020

 



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