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Windanlage: Enertrag entwickelt neue Prüfmethode zur berührungslosen Blitzschutzmessung

© Enertrag© Enertrag

Dauerthal – Die regelmäßig durchzuführenden Blitzschutzmessungen an Windkraftanlagen sind bisher zeit- und kostenintensiv. Das soll sich mit einer neuen Prüfmethode aus dem Hause Enertrag in Zukunft ändern.

Alle zwei Jahre muss die Blitzschutzeinrichtung einer Windkraftanlage auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Enertrag will ein als technisches Patent eingereichtes, einfaches Prüfverfahren zur Blitzschutzmessung auf den Markt bringen.

Aktuell: Team von Fachkräften überprüft Blitzschutz vor Ort
Blitzschutzeinrichtungen werden meistens im Rahmen der Zustandsorientierten oder Wiederkehrenden Prüfung auf Funktionstüchtigkeit untersucht. Denn ein defekter Blitzschutz kann bei einem Blitzeinschlag den Verlust des Versicherungsschutzes und damit den wirtschaftlichen Totalschaden der Anlage bedeuten. Bisher muss ein Team von speziell ausgebildeten Fachkräften den Blitzschutz in den Rotorblättern durch Widerstandsmessung mittels Seilzugang überprüfen. Dieses Verfahren ist aufwendig, zeitintensiv und wird in Zukunft bei neuen Anlagen an sicherheitstechnische Grenzen stoßen, da immer höhere Anlagen mit größerem Rotordurchmesser gebaut werden, teilte Enertrag mit.

Zukunft: Berührungslose Blitzschutzmessung mittels Drohne
Unter der Enertrag Betrieb bündelt Enertrag die Aktivitäten rund um die in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen. Enertrag Betrieb plant mit seiner Patentanmeldung („Verfahren und Vorrichtung zum berührungslosen Prüfen einer Blitzschutzeinrichtung eines Rotorblatts einer Windenergieanlage“) eine neue Prüfmethode im Markt zu etablieren.

„Das Verfahren birgt gleich mehrere Vorteile: Zum einen wird durch den Einsatz einer Drohne deutlich Zeit eingespart. So dauert die eigentliche Prüfung eines einzelnen Rotorblattes nach unseren Tests ungefähr 10 Sekunden. Das bedeutet, man kann in Zukunft viel mehr Windenergieanlagen in Folge prüfen“, erläutert Dr. Konrad Iffarth, Prokurist bei Enertrag Betrieb. „Des Weiteren simuliert das neue Messverfahren einen Blitzeinschlag viel genauer, als aktuelle Prüfverfahren es können. Fehlerhafte Ergebnisse können so reduziert werden. Und die Methode soll bei allen Anlagentypen universell einsetzbar sein.“

Neue Prüfmethode – Patentbestätigung steht noch aus
Bis das neue Produkt auf dem Markt genutzt werden kann, wird es offenbar aber noch eine Weile dauern. Bis zur Marktreife stehen noch die Patentbestätigung, die Entwicklung des Prototypens und seiner Testphase aus, so Enertrag.

© IWR, 2020


24.09.2020

 



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