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Pressemitteilung Nordex SE

Nordex Group erzielt Konzernumsatz von EUR 5,7 Mrd. EUR

• Angepasste Prognose 2022 erfüllt
• Working-Capital-Quote beträgt minus 10,2 Prozent
• Auftragsbestand wächst insgesamt auf EUR 9,8 Mrd.
• Prognose 2023: Umsatz von EUR 5,6 bis 6,1 Mrd. mit EBITDA-Marge von minus 2,0 bis plus 3,0 Prozent
• Finanzstruktur verbessert durch Rückzahlung der Hochzinsanleihen und Einleitung der Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital
• Siebter Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht

© Nordex SE
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Hamburg (iwr-pressedienst) - Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) hat vielschichtige Herausforderungen wie die Folgen des Ukrainekriegs, die massive Kosteninflation oder die steigenden Zinsen gemanagt und ein Ergebnis im Rahmen der angepassten Prognose geliefert. Zusätzlich kämpfte das Unternehmen mit Lieferengpässen bei der Produktion und Installation und war zeitweise durch einen Cyber-Sicherheitsvorfall beeinträchtigt. Dennoch konnte das Unternehmen Marktanteile gewinnen, seine operativen Strukturen verbessern, die Finanzstruktur stärken und Verkaufspreise anheben, die sich zeitverzögert positiv auswirken werden.


Nordex Group erfüllt angepasste Jahresprognose 2022

Die Nordex Group hat heute ihren Jahresabschluss 2022 veröffentlicht und damit die am 9. März 2023 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse bestätigt. Der Konzernumsatz ist um 4,6 Prozent auf EUR 5,7 Mrd. gewachsen (2021: EUR 5,4 Mrd.). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf minus EUR 244,3 Mio. (2021: EUR 52,7 Mio.) und entspricht einer Marge von minus 4,3 Prozent (2021: 1,0 Prozent). Damit hat der Umsatz das obere Ende des zuletzt prognostizierten Korridors erreicht, während die EBITDA-Marge nach einem sehr volatilen vierten Quartal wie zuletzt erwartet lag. Die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote belief sich zum Jahresende 2022 auf minus 10,2 Prozent. Somit lag sie erneut deutlich unter dem prognostizierten Wert von kleiner minus 7 Prozent (2021: minus 10,2 Prozent). Die Investitionen sind auf EUR 204,8 Mio. gestiegen (2021: EUR 168,7 Mio.) und übertrafen das erwartete Volumen von EUR 180 Mio.

Zum Bilanzstichtag 2022 belief sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 18,5 Prozent (31. Dezember 2021: 25,9 Prozent). Diese Entwicklung ist auf das negative Konzernergebnis 2022 zurückzuführen und wird zumindest teilweise ausgeglichen durch die zwei Mitte 2022 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhungen. Die flüssigen Mittel der Nordex Group lagen am Jahresende 2022 bei EUR 633,5 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 784,4 Mio.), während die Netto-Cash-Position EUR 244,3 Mio. erreichte (31. Dezember 2021: EUR 423,7Mio.). Der Free Cashflow betrug EUR minus 513,9 Mio. (2021: EUR minus 24,5 Mio.).


Operative Entwicklung

Die Installationen der Nordex Group waren 2022 aufgrund witterungsbedingter Verzögerungen, des Cyber-Sicherheitsvorfalls sowie wegen Engpässen bei Komponenten niedriger als im Vorjahr. So hat das Unternehmen im Berichtsjahr 1.129 Windenergieanlagen in 19 Ländern (2021: 1.619 in 22 Ländern) mit einer Gesamtnennleistung von 5,2 GW (2021: 6,7 GW) installiert. Das Segment Projekte erhöhte den Umsatz leicht um 2,7 Prozent auf EUR 5,1 Mrd. (2021: EUR 5,0 Mrd.). Das Segment Service steigerte den Umsatz um 22,7 Prozent auf EUR 574 Mio. (2021: EUR 468 Mio.) und trug somit 10,1 Prozent zum Konzernumsatz bei. Per Ende 2022 hatte die Nordex Group 10.599 Windenergieanlagen mit einer Leistung von gut 31 GW unter Service, meist im Rahmen langjähriger Verträge (2021: 9.765 WEA, 27 GW). Der Auftragsbestand im Segment Service ist um 7,2 Prozent auf EUR 3,3 Mrd. gestiegen (2021: EUR 3,0 Mrd.) und im Segment Projekte um 5,8 Prozent auf EUR 6,5 Mrd. (2021: EUR 6,2 Mrd.). Die Book-to-Bill-Quote hat sich mit 1,04 erfreulich entwickelt (2021: 1,14).


Produktion weiterentwickelt, Produktportfolio gestärkt

Im Jahr 2022 hat die Nordex Group ihren globalen Produktionsverbund angepasst und mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit strukturell gestärkt. Insgesamt hat das Unternehmen 1.502 Turbinen hergestellt (2021: 1.480) und dabei aufgrund der verbesserten durchschnittlichen Leistung der Windenergieanlagen die Nennleistung der gefertigten Turbinen um 11,6 Prozent auf fast 7,5 GW gesteigert (2021: 6,7 GW).

Außerdem hat die Nordex Group ihr Produktportfolio um den Turbinentyp N175/6.X erweitert. Dank eines Rotordurchmessers von 175 Metern, dem aktuell größten im Nordex-Portfolio, kommen die Stärken dieser Turbine besonders in schwach- und mittelstarken Windstandorten zum Tragen. Hier generiert sie einen Mehrertrag von bis zu 14 Prozent verglichen mit den Vorgängermodellen.


Finanzstruktur durch Kapitalmaßnahmen erfolgreich gestärkt

Mitte 2022 führte das Unternehmen zwei Kapitalerhöhungen durch. Die erste Kapitalerhöhung in Höhe von knapp 10 Prozent des Grundkapitals erzielte einen Brutto-Emissionserlös von gut EUR 139 Mio. Ergänzend wurde im Juli eine zweite Kapitalerhöhung im Umfang von gut 20 Prozent des neuen Grundkapitals mit Bezugsrecht gegen Bareinlage platziert und ein Bruttoerlös von rund EUR 212 Mio. generiert. Darüber hinaus hat die Nordex Group Anfang 2023 ihre Hochzinsanleihe in Höhe von EUR 275 Mio. mit einem Gesellschafterdarlehen zurückgezahlt, das nun in Eigenkapital gewandelt werden soll.


Prognose für 2023 und mittelfristige Zielmarge

Für das Jahr 2023 erwartet die Nordex Group einen Konzernumsatz von EUR 5,6 bis 6,1 Mrd. und eine EBITDA-Marge von minus 2,0 bis plus 3,0 Prozent. Dabei rechnet das Unternehmen im unterjährigen Vergleich mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte 2023. Wesentliche Voraussetzungen für diese Prognose sind ein stabiles Makroumfeld mit planbaren Kosten, Verlässlichkeit der Lieferkette sowie Preisrationalität auf den Kernabsatzmärkten. Diese Prognose reflektiert das weiter angespannte Marktumfeld. Dabei bleibt es für die Nordex Group wesentlich, Risiken zu reduzieren. Zum Jahresende 2023 rechnet die Nordex Group ferner mit einer auf den Konzernumsatz bezogenen Working-Capital-Quote von unter minus 9 Prozent. Für die Investitionen wird ein Volumen von rund EUR 200 Mio. angestrebt.

In Anbetracht der positiven Aussichten im Kernmarkt Europa und auch den USA bestätigt das Unternehmen, mittelfristig seine strategische Zielrichtung eine EBITDA-Marge von 8 Prozent zu erzielen.

„2022 war ein außergewöhnlich intensives Jahr, das wir genutzt haben, um unseren Produktionsverbund weiterzuentwickeln, die Finanzstruktur zu stärken, Risiken systematisch zu reduzieren und unsere Preise zu erhöhen. Damit haben wir unsere Positionierung im Wettbewerb verbessert. Dies ist umso wichtiger, weil auch 2023 mit einigen makroökonomischen Risiken einschließlich der Zuverlässigkeit der Lieferketten, der Inflation oder steigenden Zinsen behaftet ist. Allerdings haben sich die politischen Ambitionen zur Verbesserung der Onshore-Windenergie - vor allem in unseren Kernmärkten Europa und den USA - deutlich verstärkt, sodass wir zuversichtlich sind, unsere Profitabilität mittelfristig weiter zu verbessern“, sagt José Luis Blanco, CEO der Nordex Group.


Nachhaltigkeitsbericht 2022 veröffentlicht

Parallel mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht die Nordex Group heute ihren siebten Nachhaltigkeitsbericht, der erneut von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geprüft wurde. Dieser Bericht erläutert die Nachhaltigkeitsstrategie sowie die aktuellen Entwicklungen, Aktivitäten und Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit und enthält auch den nichtfinanziellen Konzernbericht.

Der Geschäftsbericht und der Nachhaltigkeitsbericht stehen ab sofort auf der Homepage des Unternehmens im Bereich Investor Relations unter „Publikationen“ zum Download zur Verfügung (ir.nordex-online.com). Die Ergebnisse des ersten Quartals 2023 wird die Nordex Group am 11. Mai 2023 veröffentlichen.


Die Nordex Group im Profil

Die Gruppe hat in ihrer Unternehmensgeschichte bislang insgesamt rund 44 GW Windenergieleistung in über 40 Märkten installiert und erzielte im Jahr 2022 einen Konzernumsatz von über EUR 5,7 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 9.100 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien und Mexiko. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen vor allem der 4 bis 6 MW+ Klasse, die auf die Marktanforderungen von Ländern mit begrenzten Ausbauflächen und Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten ausgelegt sind.


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Hamburg, den 31. März 2023


Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an die Nordex SE wird freundlichst erbeten.


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22419 Hamburg

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Über Nordex SE

Die Entwicklung, Herstellung, Projektabwicklung und der Service von Windenergieanlagen im Onshore-Segment ist seit 1985 Kernkompetenz und Leidenschaft der Nordex Group und ihrer rund 7.900 Mitarbeiter weltweit. Als einer der größten globalen Windkraftanlagen-Hersteller bietet die Nordex Group unter den Markennamen Acciona Windpower und Nordex ertragsstarke und kosteneffiziente Windturbinen, die in allen geographischen und klimatischen Bedingungen langjährige und ökonomische Stromerzeugung durch Windenergie ermöglichen.

Im Fokus stehen dabei Turbinen der 3- bis 5-MW+-Klasse. Das umfassende Produktportfolio bietet individuelle Lösungen sowohl für Märkte mit limitierten Flächen als auch für Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten. Mit mehr als 29 GW installierter Kapazität weltweit, liefern Anlagen der Nordex Group nachhaltige Energie in mehr als 80 Prozent des globalen Energiemarktes (exkl. China).

Die Nordex SE ist ein börsennotiertes Unternehmen und im TecDAX der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Ihren Hauptsitz hat die Management-Holding in Rostock, Vorstand und Verwaltung sind in Hamburg angesiedelt. In Produktionsstätten in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Indien produziert die Nordex Group eigene Maschinenhäuser, Rotorblätter und Betontürme. Büros und Niederlassungen unterhält die Gruppe in mehr als 25 Ländern weltweit.

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