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Ohne EEG: Juwi übergibt Solarpark an Stadtwerke Tübingen
Wörrstadt / Tübingen - Der regenerative Projektentwickler und Dienstleistungsanbieter Juwi hat im brandenburgischen Metzdorf einen hat 7,8-Megawatt-Solarpark errichtet und diesen an den künftigen Betreiber, die Stadtwerke Tübingen (SWT) übergeben.
Das Besondere an dem Projekt: Planung, Bau und Vermarktung des Solarparks liefen komplett außerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das Projekt ist damit ein weiterer Beleg für die zunehmende Marktreife regenerativer Energien in Deutschland, so Juwi.
„Mit dem Projekt Metzdorf II betreten wir Neuland in Deutschland. Juwi vermarktet das Projekt ohne EEG-Vergütung und ohne Stromabnahmevertrag (Power-Purchase-Agreement, PPA). Unser Partner, die Stadtwerke Tübingen, sind Käufer des Solarparks und stellen gleichzeitig selbst den PPA für die Projektgesellschaft, so Björn Broda, Leiter des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien Deutschland (EED) bei Juwi. Bei Juwi gehe man davon aus, dass solche Modelle mit Stadtwerken und Energieversorgern, die den erzeugten Strom dann im eigenen Portfolio vermarkten, auch bei PV-Anlagen dieser Größe in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Dabei sei es eine Frage des Portfoliomanagements und der Finanzierung, ob der Betreiber dies mit oder ohne PPA strukturiere, so Broda weiter.
Der Standort des Solarparks „Metzdorf II“ liegt im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland ca. 50 km nordwestlich von Frankfurt an der Oder auf einer 8,7 Hektar großen Ackerfläche. Baustart des Projektes war im November 2020, die Inbetriebnahme ist für Februar 2021 geplant. Für die Stadtwerke Tübingen ist der Kauf des Solarparks ein wichtiger Baustein in ihrem Ökostromportfolio. Bis 2024 will das Unternehmen 75 Prozent des gesamten Tübinger Strombedarfs mit Ökostrom aus eigenen Anlagen decken. Derzeit stehen die SWT mit dem 3,3 Prozent entsprechenden Anteil des Solarparks „Metzdorf II“ bei rund 64,7 Prozent.
Projekte wie Metzdorf II ermöglichen aus Sicht von Juwi zwar den dringend notwendigen Zubau neuer PV-Kapazität, da sie auf Flächen auch außerhalb der Flächenkulisse des EEG realisiert werden können. „Für das Erreichen der Klimaziele und den Aufbau kostengünstiger regenerativer Erzeugungskapazitäten sind aber weitere Flächenausweisungen für EEG-Solarprojekte sowie die Erhöhung der PV-Ausschreibungsmengen dringend geboten“, ergänzt Björn Broda.
© IWR, 2026
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