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Wasserstoff: Schweden erhöht Tempo bei fossilfreier Stahlerzeugung
Stockholm – Die schwedische Energiebehörde will die fossilfreie Stahlerzeugung in Schweden mit 22 Mio. SEK (ca. 2 Mio. Euro) für eine Machbarkeitsstudie unterstützen. Die Studie ist Teil der Arbeiten an der geplanten Demonstrationsanlage, die ein wichtiges Glied in der Entwicklung einer Gesamtwertschöpfungskette für fossilienfreien Stahl darstellt.
Der Initiative Hybrit gehören der schwedische Stahlkonzern SSAB, das schwedische Bergbauunternehmen LKAB und der Energieversorger Vattenfall an. Ziel ist es, fossilfreien Stahl zu erzeugen. Die Pilotanlage für die Wasserstoff-Direktreduktion von Eisenerz nahm bereits am 31. August 2020 im schwedischen Luleå den Betrieb auf.
Nun beginnen die Vorbereitungen für eine weitere Skalierung der Tests im industriellen Maßstab in einer Demonstrationsanlage. Die geplante Studie wird u.a. die Konstruktion, den Anlagenentwurf, die Wahl der Technologie, die Logistiklösungen und nicht zuletzt den Standort beleuchten.
"Studien im Demo-Maßstab, bei denen dieses Projekt den ersten Schritt darstellt, sind erforderlich, bevor der Schritt zur großtechnischen Umsetzung in die Industrie vollzogen werden kann. Die Hochöfen in der Stahlindustrie machen einen großen Anteil aus, etwa 10% der fossilen Kohlendioxidemissionen in Schweden. Dies ist ein bedeutender Schritt beim Übergang der schwedischen Industrie zur Senkung der Treibhausgasemissionen", sagt Klara Helstad, Leiterin des Referats Nachhaltige Industrie bei der Schwedischen Energiebehörde.
Mit dem Bau der Demonstrationsanlage soll bereits 2023 begonnen werden. Das Ziel ist es, die Anlage 2025 in Betrieb zu nehmen. Die Produktion soll im großen Maßstab demonstriert werden, d.h. mit einer Kapazität von etwas mehr als einer Million Tonnen Eisen pro Jahr. Dies entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Verarbeitungskapazität von LKAB in Malmberget und annähernd der Hälfte der Produktionskapazität des Hochofens von SSAB in Luleå. Schon 2026 wollen die Schweden die weltweit ersten sein, die eine Wertschöpfungskette für fossilienfreien Stahl vorzeigen können.
© IWR, 2026
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